Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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Grenze zu überschreiten, noch daß Otto Anstalten traf, das 
begonnene Weik zu zerstören. 
Nach diesen Bemerkungen ist also die Stelle bei Adam 
von der Unterwerfung Haralds unter Otto zu erklären 
und ihnen gemäß der Ausdruck v»suscipiens regnum' zu 
restringiren. Von eigentlicher Lehnsverbindlichkeit kann hier 
die Rede nicht seyn. 
So lange Otto I. lebte, blieb der Friede zwischen Deuts 
schen und Dänen unverbrüchlich fest. Aber bald nach Ots 
to's Tode finden wir beide Völker wieder im Kampfe ge- 
gen einander. Ein ungleich glaubwürdigerer Zeuge, als 
Adam und Saxo, Ditmer von Merseburg (bei Leibn. s. 
R. B. T. 1. pag. 342) erzählt uns denfelben. _ 
Ditmar übergeht die nähere Veranlassung zu diesem 
neuen Kriege. Vermuthlich hatten die Dänen das Dang- 
wirk überschritten, um die Strecke Nordalbingiens, die sie 
eine lange Zeit hindurch beherrscht und, von dem energischett 
Kaiser Otto I. gezwungen, wieder hatten. aufgeben müsfen, 
sich von Neuem zu unterwerfen. Otto der Zweite zog des-. 
halb mit einem starken Heere (zwischen dem Jahre 972 und 
975) gegen die Dä: en , vertr'eb sie aus Nordalbingien und 
bestürnite das Danawirk. Der erste Sturm wurde abge- 
schlagen. Im Frühjahr wurde ein zweiter versucht und die- 
ser gelang nach einem hartnäckigen Kampfe mit einer ausa 
dauernden Austrengung. Kaiser Otto II. überschritt das 
Danawirk und nöthigte den König Harald zum Frieden. 
Unter welchen Bedingungen dieser m !: 
Ditmar nicht, wahrscheinlich unter denselben - unter wel ven 
schon früher ein solcher zwischen seinem Vater und Harald 
zu Stande gekommen war, nämlich unter den. beiden, daß
	        
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