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soll es nicht seyn, sondern es wird getheilt, wie Erblandz
denn der §. 9 sagt ausdrücklich, daß alles Land, habe der
Mann es in oder außer der Gemeinschaft erworben, die Na-
tur des Erblandes annehme (wahrscheinlich weil die Kinder
bei seinem Leben nicht mehr Anspruch darauf haben, als auf
Erbland ). Da nun also vom väterlichen Erblande jedes
Kind, sey es aus der ersten, zweiten oder dritten Ehe, gleich
viel erbt, so muß es auch vom, Kauflande gleich viel bes
kommen.
2) Der zweite Fall ist, wenn der Vater zuerst stirbt,
ein Kind und die Stiefmutter, mit denen er in Gemeinschaft
gewesen war, nachläßt. Alsdann soll, wie s. 8 bestimmt,
das Kind, jenachdem es in der Gemeinschaft war, von dem
Kauflande nehmen, (hier also die Hälfte, weil nicht mehr
Kinder in dem Falle, den das Gesetz in jener Stelle aufges
stellt, da sind) und natürlich einen eben so großen Theil von
dem übrigen gemeinschaftlichen Gut, denn was vom Kauf-
lande gilt, gilt auch von Boskab !). Hierauf theilen die
übrigen Erben des Vaters halb mit der Wittwe. Aus diesen
lezten Worten ergiebt sich, daß das Gesetz den Fall bestim-
men will, wo keine Kinder der zweiten Ehe vorhanden sind ?),
denn nur in diesem Falle bekömmt die Wittwe die Hälfte
des gemeinschaftlichen Guts (siehe oben s. 15), und die Er-
ben des Mannes die andere Hälfte 3). Jene Erben des
Mannes sind nun hier abgetheilte Kinder erster Ehe. Dies
1) Jütsch. Lov I. c. 6. §. 4. 5. 6.
2) Waren Kinder aus der 2ten Ehe da, so theilte die Mutter un-
streitig mit diesen und den Kindern erster Ehe.
5) Eben so. uur mit einer nothwendigen Verschiedenheit in Au-
sehung des Kauflandes (s. oben §. 16) wurde es wohl gehalten,
wenn die Stiefmutter zuerst starb.

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