m. N
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Nach diesen Vorerinnerungen gehe ich zur Erklärung des
Gesetzes über, welche nicht ohne Schwierigkeit ist. Es dreht.
sich also, wie oben bemerkt worden ist, fast Alles um das.
Kaufland herum, dessen Eigenthümlichkeiten Bestimmungen
erfordern. Im §. 6 wird im Allgemeinen gesagt, daß auch
das während der zweiten Ehe erworbene Land (jorth kökt
sithen there faelgh warih laugh) gemeinschaftlich werde,
(Dies liegt in den Worten tha skiktes then köpe jorth
oc sum ant boscap.)
1) Stirbt nämlich, heißt es in art. 7, die Stiefmutter,
so behält der Vater, wie es auch bei dem Tode der rechten
Mutter gehalten wird !), das Kaufland *) so lange er lebt.
Stirbt er aber, so wird es getheilt unter allen Kindern, von
wie viel Arten (Kuld) sie auch seyn mögen, und zwar nach
Kopfzahl. Daß die Theilung nach Kopfzahl geschehe, geht
wohl hervor aus den letzten Worten der Gesetzstelle sithen
skikles then jorth melle hans börn, hvre manughs
cellae sum han haver sum ant theres fethernes jortk.
Daher auch die neuern, sowohl die dänischen als deut-
schen und lateinischen Texte sagen: es wird getheilt unter
alle Kinder.
pt. 2
Im J. 9 liegt der Schlüssel zur Erklärung dieser Be-
stimmung. Man könnte sich nämlich vorstellen, daß jedes
Kuld Kinder das Land, welches in der Ehe erworben wäre,
aus welcher es entsprossen ist, für sich allein erbte, aber so
1) Jütsch Lov. I. c. 6. (. 3.
> )
Tha then Köpe jorth ther father fanges thes Iund met sin barn
ther i fellugh war met honum.
Ekenberger überseßt thes Iund (i saa Maade) nicht, es soll
wohl ausdrücken auf diese Weise, nämlich, während der
zweiten Ehe erworben,

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