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richtig, denn wie unnütz wäre dieser Zusatz: und wird er
nicht in die Gemeinschaft gelegr, noch wird zu Dinge vers
kündigt, daß er in die Gemeinschaft gelegt sey. Mit Recht
bezieht daher Ancher I. S. 465 (in der Note) diesen Satz
auf das Recht der Kinder zu schwören, wie viel der Vater
einbrachte, welches sie nur konnten, wenn keine Thingsvidne
darüber gegeben war, wie viel er einbrachte, denn dies machte
juristische Wahrheit.
Auch der H. 2 des Kapitels ist noch zu betrachten.
Hierin heißt es, daß wenn die Gütergemeinschaft nicht auch
auf den Vater ausgedehnt worden ist, so theilen die Kinder
nach der Mutter Tode, nachdem er sein Eingebrachtes her-
ausbekommen hat, die Boskab, wie es gewesen wäre, ehe sie
den Stiefvater bekommen, und dieser bekömmt so viel als
seine Frau damals würde bekommen haben (also in diesem
Fall nichts von ihrem Lande noch etwas von der Vermehrung
der gemeinschaftlichen Güter). Dies ist wieder eine soges
nannte portio statutaria, da er kein Recht aus Güterge-
meinschaft hatte.
Da nun aber in diesem Kapitel 20 die Kinder unbe-
dingt bei der zur zweiten Ehe schreitenden Mutter bleiben,
und auch gar nicht von einer Vormundschaft die Rede ist,
so muß man wohl annehmen, daß diese Stelle von einem
Falle spricht, wo die Kinder schon. mündig find. So läßt ste
sich mit den Bestimmungen in I. c. 29 u. 30 vereinigen,
§; : 21;
c) Der Vater geht eine zweite Ehe ein.
Da der Vater nach dem Tode seiner Frau natürlicher
Vormund seiner Kinder ist, so hatte hier kein anderer Ver-
wandter das Recht, das Verhältniß bei Eingehung einer zweis
ten Ehe zu bestimmen; dennoch aber entstand nicht stillschwei-

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