Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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5qgI. Pr 
wie viel der Vater einbrachte, wenn vorher gemeint wäre, 
er habe nichts eingebracht? K&uch ist Hovedlod oder Lod der 
regelmäßige Ausdruck, der für den Antheil aus einer Güter- 
gemeinschaft gebraucht wird !). Auf die. Mutter also bezo- 
gen, paßt er sehr gut. auf den Vater hingegen nicht, da er 
nicht in Gütergemeinschaft iste Nur wenn die Stelle so er- 
klärt wird, wird auch das Verhältniß der Kinder deutlich, 
denn nur wenn die Mutter noch nicht mit ihnen getheilt hat, 
(noch kein Hovedlod hat) haben sie sich um die Güterver- 
hältnisse ihrer Mutter und ihres Stiefvaters zu bekümmern. 
Bischof Knud und Blüting nach ihm nehmen an, daß eine 
solche Gütergemeinschaft stillschweigend eintrete, und wenn dies 
nicht geschehen sollte, das Gegentheil zu Dinge öffentlich be- 
fannt gemacht werden müßte. Gerade das Entgegengesetzte 
scheint in den Worten zu liegen. Es heißt im Gesetz: oc 
woriher han ei laugh i fellegh ed Iysth a Ihing 2)., 
Hier steht ja ausdrücklich, daß nicht Gemeinschaft da ist, wenn 
er nicht in dieselbe aufgenommen worden, also entsteht sie 
nicht stillschweigend (siehe . 19 ). Dies ist auch gegen 
Thord Degn art. 38 (52) zu erinnern, der derselben Mei- 
nung iste Was die Worte ed Iysth a thing betrifft, so 
erklärt der neue dänische Text sie durch einen Zusatz, so näm- 
lich: oc vorder han ei lagd i fellig, eller oc vorder liust oc 
forkyndt til Tinge hannem at väre lagd i fellig, und Eken- 
berger übersetzt das auch treulich. Dies ist aber gewiß nicht 
i I. c. 13 c. 39. 45 Blüting B. UI. S. 67. Skaaner 
? Siehe § 42. That er alt bonndens Hoff villodt, som hand 
[pri ' fin naar hand haffver sskift sine Börn fra sig hver 
met sin uin. u Vergl. Ancher I. S. 463 und Jütsch. Lov Il. 
€. 99. 100. 101. 
2) Vergl. B. I. c. 29. 30 und oben.
	        

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