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werden darf, uskift, zeigt I. c. 29. s. 6. Hier braucht das-
Original den Ausdruck uskilth, welcher hier ganz gewiß
ungetheilt heißt, daher ulolhet eine andere Bedeutung
haben muß, denn in dem Falle jener obigen Stelle ist, wie
ich gezeigt habe, schon getheilt worden. Von den verschiede-
nen Lesarten, die Ancher anführt, halte ich uloihet für die
beste, denn dies Wort bezeichnet deutlich, daß die Lodder
noch nicht von einander getrennt sind; utagne ist richtig,
aber wie man sieht, ein erklärendes Wort.
Für meine Meinung kann ich noch anführen:
1) Krabbes Uebersetzung. Hier heißt es . . . . Ist ein
jedes mit seinem Erbtheil ab g eth eilt, so mag ein Jegliches-
ob es will, das andere zu gleich er Theilung fordern, doch
daß ein jedes weiß, wo sein Erbtheil gegen das andere ges
fallen ist.
2) Die alte plattdeutsche Uebersetzung von 1486. Schul-
diget en Broder den andern, de da to samende lewen an
(ohne) Menschop, dat he nicht lic eme genoten hebbe.
3) Das Seeländische Lov I. c. 53, welches fast wört«
lich der Stelle im Jütschen Lov gleich kon.mt, und mit mei-
ner Erklärung vollkommen übereinstimmt.
4) Andreas Sunesens Bearbeitung des Schonischen Lovs
lib. IL. c. 3. ed Hridfeld. Havniae 1590 bestätigt aus-
drücklich meine Meinung.
Dies Recht, genauere Theilung zu verlangen, hatten
bie Geschwister nur, wenn sie alle lebten. Auch dies erklärt
Blüting gewiß nicht richtig, wenn er sagt: denn der in der
Gemeinschaft Gestorbene gilt als nicht geboren. Dies giebt,
wie mir scheint, hier keinen guten Sinn, und ist sogar falschz
denn eine wahre Gütergemeinschaft ist hier gar nicht, son-
dern es sind schon einzelne Theile da, in Rücksicht welcher
.
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