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hen, aber die einzelnen Theile noch nicht von einander ge-
trennt sind (ulaine), so kann jeder noch, während alle am
Leben sind 1), eine genauere Theilung verlangen (Letzteres
liegt in den Worten kalle a mere, kalde paa mere und
til jaklnet with andre). Daß nämlich schon Theilung ge-
schehen ist, läßt sich, wie mir scheint, aus Folgendem voll-
ständig beweisen.
In der Ueberschrift steht: haver kanget uraet, das
Rind hat Unrecht bekommen. Eben so muß die Form kyal,
(faldt, fiel) nothwendig die vergangene Zeit seyn, und wie
könnte auch der ganze Satz: en tho sua, at hwar with,
huare sin loot fyal (dog saa at hver veed , hvor sin Lod
faldt) einigen Sinn haben, wenn nicht getheilt wäre; denn
vor der Theilung kann doch Niemand wissen, wo sein Lod
fiel. Aus diesen Gründen muß ich mich durchaus gegen Ekens
bergers Uebersetzung (die überdies einen sehr schlechten Sinn
giebt) und gegen Blütings Glosse erklären, welche beide at
nehmen, es sey noch keine Theilung geschehen. Die Lateini-
schen Uebersetzungen haben: portiones Hhaâereditariae indi-
visae, welches eben so wenig deutlich ist, als „uskiffter im neuen
Dänischen Text von 1643. Nur eine von Ancher in Not. 108
angeführte Lateinische Uebersetzung des Worts ulatne ist sehr
richtig, nämlich: si sua euique illorum Portio attributa
sit. Das Wort ulatne (ulothet) hat besonders die Schwie-
rigkeit gemacht, und Ekenberger und Blüting mußten irren,
da sie nicht höher hinaufstiegen, als bis zu den neuern Däs
nischen Texten, deren ,uskifte‘’ sie denn wörtlich nunabge-
theilt" übersetzten, während es dem ganzen Sinne nach be-
deuten muß ,, ei adskfilt“. Daß ulothet aber nicht übersetzt
1) Vergl. Waldemars Seeländisches Lov e. 17.

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