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können, denn innere Gründe sind nicht dagegen, und das
Gesetz sagt nicht das Entgegengesetzte.
Die neueste Gesetzgebung, die Schleswigsche Vormünder-
Verordnung vom 19ten März 1742, erkennt diese Grund-
säße an, sie gebraucht die Ausvrücke „in Gemeinschaft stehn''
(ô. 42) in „ungetheilten Gütern bleiben“’ (§. 4) und bestimmt
nur einen Fall näher, dessen unser Landrecht nicht ausdrück-
lich erwähnt hat, nämlich wie es mit den beweglichen
Gütern gehalten werden soll, welche die Kinder erben;
diese sollen nicht gemeinschaftlich werden; auch kann hier
wohl nicht, wie in der Ehe, ein Erbe das andere gewinnen,
denn die Verordnung, die diesen Punkt so ausdrücklich bes
handelt, spricht nicht hiervon, und aüch die Analogie der
übrigen dänischen Rechte ist dawider !). Jedoch hat der Vater
in §. 2 der angeführten Verordnung mehr Rechte bekommen,
als er ursprünglich nach dem Landrechte hatte. Er darf
nämlich die „Revenuen von den den Kindern angestorbenen
beweglichen und unbeweglichen Gütern während der Gemein-
schaft genießen“ welche nach altem Rechte gemeinschaftlich
geworden wären, doch soll er nach der Declaration vom 18ten
Juli 1749 eine solche Erbschaft der Obrigkeit anzeigen. Die
Mutter hingegen hat nicht mehr Befugnisse, als im alten
Rechte, sie soll nämlich ,die Revenüen der Gemeinschaft
verabfolgen lassen’ (. 5).
Ws
* Ich möchte glauben, daß diese Vestimmung in der Vormünder-
Verordnung nicht ganz neu ist, sondern eine Bestätigung eines
von jeher in Schleswig geltenden Gewohnheitsrecht. denn im
übrigen Dänemark werden diese Sachen auch nicht gemein-
schaftlich, wenigstens nicht unbedingt, gesetzt auch, daß von der
andern Seite Erbe entgegen kam. Vergl. Skaaner Arffvebogh
e. 16. 17. Waldemars Seeläudisches Lov c.I. g. 10.

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