Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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Wege er unter die vor dem hamburger Thore befindliche 
Brücke durchströmt, tritt dann in die Stadt hinein und 
treibt die Kornmühle, so wie auch ein großes zu den Sa- 
linenwerken gehöriges Rad, und hat hier einen Fall von 
5 F. 8. 3.; am östlichen Ende der Stadt nimmt dieser Arm 
die Beste auf, und vereinigt sich beim Krahne wieder mit 
dem erstbeschriebenen Arme, von wo dann diese nunmehrige 
untere Trave der Ostsee zustrômt. 
Hier nun ist der Standpunkt der von uns projectirten 
Kanalfahrt, nämlich nordöstlich durch die Trave nach Lübeck 
und von hier durch die Steckniz nach Lauenburg, oder süds 
westlich durch die Beste und Alster nach Hamburg und Al= 
tona. Sollte die Schifffahrt bloß nach Lübeck gehen, so wäre 
der natürlichste und kürzeste Weg die Schiffe in die untere 
Trave zu bringen, durch eine bei den Freischütten der Lohs 
mühle oder bei denen der Kornmühle anzulegende Kastens 
schleuse. Die nach Hamburg bestimmten Schiffe müßten 
dann sich nach der Beste wenden und durch die in unserer 
Preisschrift erwähnte, bei dem in der Beste befintlichen Sas 
linenrade zu erbauenden Kasstenschleuse weiter aufwärts steigen. 
Die durch diese Durchfahrt zu erbauende Kastenschleuse 
ist auch in der unten folgenden Berechnung in Anschlag ges- 
bracht worden. 
Es könnte indeß vielleicht mit wenigeren Kosten ein noch 
kürzerer und bequemerer Schiffsweg zwischen der Trave und 
Beste angelegt werden. Die Trave ist nämlich oberhalb der 
Kornmühle in gerader Linie nur 70 Ruthen von der Beslte, 
oberhalb des eben gedachten Salinenrades entfernt. In die- 
ser Strecke, die zwischen dem Kirchhofe und dem Diakonat- 
garten hinläuft, ist eine tiefe Schlucht, der Burggraben ge- 
nannt, befindlich, welche jedoch zum Theil mit dem Schutte
	        

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