Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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könne, wo er oft nur die Zahl der Dürftigen vermehre und 
lebenslänglich mit den Seinigen die. Gemeine belästige. 
Unter hundert Fällen sey kaum Einer, daß man den bes 
schwerlichen Ankömmling nutzbar zu beschäftigen gewußt. 
Er wird entweder in ein Armenhaus gesteckt, oder eine 
Wohnung für ihn aufgesucht. Zerrissen sind alle seine vers 
lassenen Verhältnisse; gestört ist seine Lebensweise, seine kleine 
Wirthschaft, und er findet das Alles oft sein Lebelang nicht 
wieder. So erscheint jene jährliche Kostensumme nur als ein 
sehr kleiner Theil des Uebels. Wie würde man ein Gesetz 
beurtheilen und ertragen, welches den Verbrauch von Korn 
oder Wolle an dem Orte der Produktion zur Pflicht machte? 
wie einen Zwang, Korn oder Wolle wegzuschicken von dem 
Orte, wo diese Produkte mit dort selbst erzeugten zusammen- 
treffen, nach dem Kirchspiele, woselbst sie erzeugt worden? 
Aber hat nicht der Arme eben so großes Recht auf den 
freien Umsatz seiner Arbeit, wie der Grundeigenthümer auf 
den Umsatz seiner Produkte ?!! Hr. Scarlett geht nun 
weiter in verschiedene örtliche Verhältnisse ein, die das Uebel 
stellenweise vergrößern und den Zustand noch bedeutend vers 
schlimmern, und sucht seinen Vorschlag zur gänzlichen 
Aufhebung jenes Fortschaffungsrechts, als den 
ersten nothwendigen Schritt zu einem bessern System der 
Armengesetzgebung, darzustellen, 
Ohne bei dieser Ausführung zu verweilen sey hier nur 
der Wunsch ausgesprochen, es mögen die in unserm Lande 
seit mehreren Jahren über denselben wichtigen Fragepunkt 
von BehÖrden und Beamten geforderten Bedenken oder 
freiwilligen Gutachten, auszugsweise in einer der vaterlän- 
dischen Zeitschriften zur öffentlichen Kunde und weiteren 
* »xhandlung gebracht werden, damit sie desto 
gründlichen
	        

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