Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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gültige Ansprüche hat, verurtheilt; gleichviel, wie weit dieser 
pflichtige Ort entfernt; gleichviel, ob in demselben. nach sei- 
ner Arbeit. Nachfrage. seyn magz gleichviel, ob er irgend ein 
menschliches Wesen dort kennt; dorthin. muß er;. dort muß 
er bleiben nach dem geltenden Gesetze, und Strafe trifft ihn, 
wenn er diesen Ort verläßt. Fände er es auch. unmöglich, 
an dem Orte, wohin er transportirt worden, seine Familie 
zu unterhalten ~~ gleichviel, hier muß er bleiben sammt den 
Seinigen, und gewöhnlich zur Last für dieses Kirchspiel von 
Geschlecht. zu Geschlecht." Hr. Scarlett erzählt nun die 
Geschichte dieses Gesetzes seit seiner Entstehungz seine beabs 
sichteten, immer vergeblichen Verbesserungen, und zeigt, wie 
dadurch die Armenzahl und die Armentaxe und die Streitig 
keiten der Gemeinen über die Verssorgungspflicht, und die 
Kosten dieser Händel immer drückender angewachsen sind. Die 
Last dieser Kosten habe schon Dr. Burn nachdrücklich ges 
rügt, aber nur die beim Gericht der Kingsbench, einen. sehr 
geringen Theil, verglichen mit den übrigen, in Anschlag ges 
bracht. . Im Ganzen haben diese in den drei Jahren bis 
1815 einbegriffen die Durchschnittssumme von 327,000 Pfund 
in jedem Jahre betragen. Diesen Aufwand den Gemeinen 
zu ersparen, sey allein schon ein sehr wichtiger Gegenstand. 
Aber diese wären nur die durch Gerichte und Fortschaffung 
verursachten Kosten. Wie viel bedeutender werde noch diese 
Summe durch die Abhörungen. Untersuchungen, die Nach- 
forschungen an dem jetzigen Wohnorte und dem angeblich 
pflichtigen Orte. Von den damit verbundenen Mühen, Ar- 
beiten und Auslagen lasse sich keine Berechnung machen. Es 
sey ein großes Unglück , welches durch das geltende Gesetz 
verursacht werde, daß der Arme von dem Orte, wo er Arbeit 
gefunden. fortgeschafft werde an den Ort, wo er keine finden 
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