Volltext: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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wie das von späteren Annalisten, welche Adam aussschrieben, 
auch geschehen ist; man. kann es aber auch als völlig gleich- 
bedeutend mit recipiens ansehen, und wieder überneh- 
mend, wiedeverhaltend übersetzen. Dann kann hier 
gar nicht die Rede seyn von belehnen und belehnt 
werden. 
“ Wie hätte auch Kaiser Otto den König von Dänne- 
mark mit Jütland belehnen können, da er nicht mehr in 
Besitz des Landes war? Wol hatte: er es eine Zeitlang inne 
gehabt, aber durch seinen Rückzug wieder aufgegeben. Hätte 
er also Harald in Ansehung Jütlands zu seinem Vasallen 
machen wollen, so wäre dazu ein zweiter Zug - und daß 
nicht blos ein Streifzug, wie der erste war – und. eine neue 
Besitzergreifung vonnöthen gewesen. Er hätte das Land 
nicht blos durchziehen, sondern auch sich j: darin setzen 
müssen. Die Geschichte spricht aber nicht von einem zwei- 
ten Zuge Otto's nach Jütland, und das, was über den 
ersten und seinen Ausfall von beiden Seiten berichtet wird, 
läßt vermuthen, daß die Schlacht bei Schleswig der letzte 
Akt in. diesem Kriege zwischen den Deutschen und Dänen 
war, und bald nach derselben ein Friede unter den Bedin- 
gungen zu Stande kam: 14) daß Harald das Christenthum 
in. Dännemark zulassen und 2) daß er sich innerhalb der 
schon vor längerer Zeit als einem Jahrhunderte zwischen 
beiden Reichen bestimmten Grenzen, d. i. der Schley, dem 
Danawirk und der Nord - Eider, halten sollte. Dagegen 
versprach der Kaiser, daß er ihn als rechtmäßigen Beherr- 
scher über Jütland anerkennen und keinen neuen Einfall in 
dasselbe versuchen wolle. 
Dies ist das Resultat, das aus der kritischen’ Untersu- 
«hung der bekannten und oft verschieden gedeuteten Stelle
	        

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