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jenem Falle Realität zu geben. Von einem Taumel von Vere
gnügungen, der alles in seinen Strudel hineinzöge, kann darum
nun freilich noch nicht die Rede seyn; aber auch nicht von. ei-
nem Reize, der dem jugendlichen Alter zu mächtig ist, als daß
es ihm widerstehen könnte? Die Macht dieses Reizes möchte
denn doch wohl durch die That bewiesen seyu, wenn es wahr
ist, daß nicht nur schon ziemlich viele, sondern auch solche Stu-
dirende die 5 Thaler, wodurch sie zur Theilnahme an den ge-
selligen Vergnügungen berechtigt werden, daran gewendet haben,
denen die Erübrigung dieser und der andern dadurch veranlaß-:
ten Ausgaben nicht leicht werden kann, da sie zur Unterstützung
ihrer Studien des Conviets und creditirter Honorare bedurften.
Aber, bemerkt Herr Prof. Pfaff, „„unsere Universitäten
„„sollen keine Colleges wie in Oxford und Cambridge seyn; wollte
„„man sie etwa in solche verwandelt haben, so verpflanze man
-auch allés Uebrige aus Albion, womit allein jene Einrichtungen
„„verträglich und auch nur erträglich sind. Unsere Akademiker
e-Zenießen mit gutem Grunde in Deutschland eine größere Frei-
„heit. Wohl wahr; giebt es denn aber kein Mittleres zwi-
schen einem Oxforder College und einem Badeort? folgt daraus,
daß wir keine klostermäßige Beschränkung wollen, daß wir rück-
sichtslos die Reize der Zerstreuung in die Nähe jugendlich em-
pfänglicher Gemüther bringen dürfen? Wir alle wollen nicht
wieder in die Klöster fliehen, um uns vor den Verführungen
der Welt zu verwahren; sollen wir deshalb auch die Bitte,
„„führe uns nicht in Versuchung/-, aus dem Vaterunser streichen ?
Herr Prof. Pfaff erinnert ferner an den Werth der Mit-
freude, eines Mitgefühls, das er seinem sittlichen Gehalte
nach selbst noch auf eine höhere Stufe stellt, als das Mitleid,
und an die Verscheuchung der einseitig düstern Ansicht- des Le:
bens, die der sitzende Gelehrte so leicht gewinne, wenn er sich
bloß in sein Museum einschließe, oder seinen Grübeleien auch
noch auf einsamen Spaziergängen nachhänge. Hier hat er denn
wohl, denke ich, nicht mehr die Studirenden im Auge, bei denen
die Lebensansicht noch nicht so einseitig düster zu seyn pflegt,
daß zu ihrer Verscheuchung Badebelustigungen und Badecuren
nach vorausgeschicktem Löwenzahn aufgeboten werden müßten,
und denen die Mitfreude an Lustbarkeiten, denen sie nur in der
Ferne zuschauen sollen, ziemlich unbehaglich, wenn sie aber mit
in dieselben hineingezogen werden, meistens nur nachtheilig seyn
könnte; wie ich denn auch gescehe, der auch von mir sehr ge-
schäßtten Mitfreude andere Gegenstände zu wünschen, ais ge-
rade die Vergnügungen einer Badezeit.
Fragen wir nun, nachdem wir so weit den Gründen ‘des

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