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schüzerin der Christen. Als eine solche hatte sie sich schon
zur Lebzeit ihres Gemals, Gorms, der den Verehrern des
Gekreuzigten sehr abhold war, erwiesen. Endlich, die Zahl
der Christen in Dännemark war um diese Zeit schon sehr
betrchtlich, und wuchs täglich mehr. Bekannte sich Harald
nun zu ihrer Religion, so konnte er ihrer Gunst desto siche-
rér seyn. Seine heidnischen Unterthanen konnte er dadurch,
wofe.n er nur Mäßigung beobachtete und keinen von ihnen
jurn Uebertritt zum Christenthum zu zwingen versuchte, noch
inehr, wenn er ihnen die Gebräuche der väterlichen Religion,
nach wie vor, gestattete, wol gar selbst zuweilen mitmachte,
im mindesten nicht anstößig werden. Denn, die Skandi-
Hävier waren in Ansehung der Religion sehr tolerant, ließen
jêden glauben, was er glauben konnte, und hatten nichts
bagegen, wenn Christus, als ein neuer Gott, in die Ver-
sämmlung der angeskammten Götter in Asgard aufgenom-
inen wurde.
1-1 Jn Ansehung dés ersten Punkts der Friedensbedingun-
gen giebt es also wol keinen Widerspruch in den darüber
borhändenen Berichten beider Schriftsteller. Aber ein desto
größerer scheint zwischen ihnen in Ansehung des zweiten zu
Nach Saxo müßte man Anriahnie des Christenthums
für’ dié einzige Friedensbedingung, von Seiten des Kaisers
vorgeschrieben, achten. Denn, nachdem er ihrer gedacht, geht
er gleich zu andern Erzählungen über, ohne der deutschen
Angelegenheiten auch nur mit einem Worte weiter zu ge-
denken. Nuh darf man freilich wol nicht fo folgern: Weil
stceshea:
Saxo keiner andern Friedensbedingung, als der, nach welcher
das Christenthum in Dännemark eingeführt werden sollte;,
gedenkt, so haben außer ihr auch keine andere Statt gefun-

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