L
41 P
wöhnlich zwischen Nationen geschlossen zu werden pflegt, die
sich einander das Gleichgewicht halten.
Adam giebt als Friedensbedingungen folgende zwei- von
dem Kaiser Otto vorgeschlagene und von König Harald ges
nehmigte Punkte an: 1) Gestattung des Christenthums und
2) Empfang des Reichs von dem Kaiser.
.
Z
Ü
In Ansehung des ersten Punkts ist Saxo völlig übers
kinsimmend mit Adam, wenn gleich er nur kurz sagt, Has
rald nahm den katholischen Glauben an und erwarb davurch
seinem Reiche den Frieden bei Gott und den Menschen
(consortium éatholicae religionis amplexus, diuinam
humanamque Pacem regno sno coneiliauit). Adam
set hinzu, Harald habe sich selbst und seinen Sohn Sven
taufen lassen, letzteren habe der Kaifer aus der Taufe ges
hoben und ihm seinen Namen gegeben. Dies ist auch ganz
wahrscheinlich.. Nicht zu gedenken, daß der Kaiser, nach der
Denkungsart der Zeit, die durch ihn bewirkte Taufe eines
heidnischen Königes. für ein sehr verdienstvolles Werk halten
mußte, so mußte er doch glauben, daß, hatte Harald sich
durch die Taufe feierlichst für das Christenthum erklärt, er
desto geneigter seyn werde, die erste Bedingung des Friedens
kreu zu erfüllen, und ihr gemäß die freie Verkündigung dies
ser Religion in seinem Reiche zu verstatten. Harald konnte
diese Bedingung auch gerne eingehen. Denn was that er
eigentlich, indem er sich taufen ließ? Nichts anders, als
daß er erklärte, er wolle auch Christum für einen Gott ans
erkennen und verehren. Daß es überhaupt mit seinem und
seines Sohnes Christenthum nicht weit her war, bezeugt d es
Letzteren nachmaliger wiederholter Abfall von dieser Religion.
Zudem war die Mutter des Königs, Thyra , die viel bei ihm
galt, wo nicht selbst eine Christin, doch eine mächtige Be-

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.