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kanntlich am Reformationsfeste Statt). welcher in der hie-
sigen Nicolaikirche, Vor- und Nachmittags zusammen, 64 Mk.
15: ßl. gewesen ist. Freilich, es soll die linke Hand nicht
wissen, was die rechte thut, aber die rechte Hand soll doch
wissen, was sie thut, wie denn auch ja wiederum geschrieben
steht: Habet Acht auf Eure Allmos en! Cine weitere Ver:
anlassung zu meiner Frage lieget darin, daß Einige die Auf:
forderung, mit welcher ich die Anzeige der Collecte begleitete,
schwach befunden haben. Abet was soll der Prediger sagen,
wenn er nichts mehr von der Sache weiß, als daß die Col-
lecte über hundert Jahre alt ist!
Mein College, der Consistorialrath Fock, hat mir in ei-
nem Gespräch mit ihm über diese Sache die einschlägige
Nachricht gegeben, daß in der katholischen Kirche besonders
der Orden der Trinitarier sich die Loskaufung der Christen-
sclaven angelegen seyn lasse. Möchte man erfahren, was bei
uns geschieht nnd wie viel! Es würden die Collecten dann
gewiß reichhaltiger ausfallen.
V. H., den 7ten Mai 4822.,
Der Ihrige
H a r m s,
5) Etwas über Justizp lege.
Schreiben an den Herausgeber.
In der Gegend von Preel; und jetzt fast überall hört
man zwei im vorigen Jahre in. Herzogthum Holstein vorge-
fallene Begebenheiten, als nämlich:
daß ein Knabe auf der Landstraße unweit Porsfeld
höchst muthwilliger Weise überfahren, auf das ‘angren-
zende Feld geworfen sey und darauf unter den furcht-
barsten Qualen seinen Geist aufgegeben habe. Daß
aber nach geschehener Besichtigung und stattgefundener
Obduction von der Justizbehörde und dem obducirenden
am Orte als Licentiat praktisirenden Arzt nichts weiter
in der Sache geschehen sey, ' '
2) daß ein junger fremder Mann, der auf einem Gute
unweit Preetz sich aufhielt, um die Landwirthschaft zu
lernen, im vorigen Sommer in einem Teiche, der
kaum 3 Fuß tief ist, todt gefunden sey, darauf nach
einer an Ort und Stelle von der Justizbehörde und
dem Physicus des Orts angestellten Besichtigung aus

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