[P
466 R
achtet für die Habhaftwerdung des Thäters eine Belohnung
von 100 Reichsthalern ausgeboten ward, man auch einen
Menschen, gegen den einiger Verdacht obwaltete, in einer
deshalb erlassenen Bekanntmachung bezeichnete, ist der Räu-
ber doch nie entdeckt worden.
Ein zweiter Mord geschah am 30sten Novbr. Abends
spät an dem Nienstädtener Einwohner Johann Hinrich Fell-
ner oder Füllner, welcher auf dem von Klein Flottbeck nach
Nienstädten führenden Fußsteige durch ein mit zwei Kugeln
geladenes Gewehr erschossen wurde, an demselben Tage, wo
das Pinnebergische Concursgericht über sein Vermögen den
Concurs erkannt hatte. Auch dieser Mörder entging dem
Arme der weltlichen Gerechtigkeit, obgleich auf seine Ent-
deckung eine Belohnung von 50 Rthlr. ausgesetzt war.
Ueber den wegen Ausgebung falscher Bankzettel im Oc-
tober 1801 in Altona arrestirten Fürsten von Salm-Kyrz
burg ward am’ 23sten Juni das von Sr. Kaiserlichen Maje-
stät erlassene Erkenntniß publicirt , welchem zufolge ge-
dachter Fürst in Rücksicht auf die Königliche Intercession
und die derselben zur Seite stehenden Gründe mit der Spe-
cial-Untersuthung zu verschonen und seines bisherigen, ihm
als Strafe für seine eingestandene Schuld anzurechnenden
Arrestes, nach vorgängiger Erstattung sämmtlicher Arrest«
und Untersuchungskosten, zu entlassen. Worauf derselbe so=
gleich in Freiheit gesetzt ward.
In der Nacht vom 145ten auf den 16ten August fand
in der Gegend ‘von Ploen eine merkwürdige Naturbegeben-
beit statt; es. entstand nämlich mitten in dem eine halbe
Meile von dieser Stadt belegenen Clevetzer See, etwa 4000
Schritte von einem, dem Bauervogte des Dorfes Behl ge-
hörigen Werder, da wo der See am tiefsten ist, ein Berg,

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.