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446.
Holstein- Glückstadt die 25ste, Holstein- Oldenburg die 54ste
Holstein-Ploen die 65ste Stimme *).
Noch während der Dauer der Verhandlungen zu Regens-
eic!
burg war zwischen Frankreich und England eine Spannung
bemerkbar geworden, welche schon beim Anfange des Jahres
1803 fürchten ließ, duß der erst neulich geschlossene Friede
von feiner langen Dauer seyn werde; nur zu bald ward
diese Befürchtung zur Gewißheit, denn schon am 48ten Mai
erschien zu London die englische Kriegserklärung gegen Frank-
reich. Daß dieser Krieg von beiden Seiten mit einer uner-
hörten Heftigkeit und Hartnäckigkeit werde geführt werden,
ließ sich gleich anfangs voraussehen; in diesem Sinne han-
delte auch Frankreich, als es den Entschluß faßte, das Churs
fürstenthum Hannover militairisch zu besetzen, wodurch es
zugleich dem englischen Handel in Deutschland manches em-
pfindliche Hinderniß in den Weg legte. Als jene Maaß-
regel bekannt wurde, und die hannöverischen Truppen das
Eindringen der Franzosen gewaltsam abzuwehren Anstalten
machten, war es nicht voraus zu wissen, ob nicht der Kriegs-
schauplatz sich den. holsteinischen Grenzen nähern werde; da
nun Dännemark auch bei diesem Kriege die strengste Neu-
tralität zu beobachten willens war, so war es allerdings eine
)
Holstein : Ploen, welches früher keinen Sitz und keine Stittime
auf dem Reichstage hatte, sollte allerdings nach den Vorschlä:
gen der vermittelnden Mächte und nach dem Gutachten der
Reichsversammlung in den Reichsfürstenrath mit aufgenommen
werden, ohne Zweifel als eine Art von Eutschädigung für den
Herzog von Holstein. Allein der Kaiser versagte überhanpt
dem neuen Schema wegen der Stimmen it Reichsfürstenrath
leine Genebtnigung, wie es scheint -aus Furcht vor einem Ueber-
gewichte der :protestantishen Stände auf dem Reichstage.
Gönners Deutsches. Staatsrecht S. 214 u. 813.
Ö

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