Mächte Frankreichs und Rußlands der Reichsversamm-o
lung übergeben, und von dieser durch ein Reichs- Gutachten
vom 24sten März dem Kaiser zur Ratification vorgelegt, die
dieser am 27sten April ertheilte.
Zu den Unterhandlungen; welche mit der Reichsstadk
Hamburg über die dem Könige von Dännemark, als Herzog
von Holstein und Eigenthümer der Reichs-Allodial-Herrschaft
Pinneberg, an dem Domcgpitel zustehenden Rechte, wegen
der im Reichsdeputationsreceß bestimmten Säcularisation dies
ses Capitels und dessen Uebergang als Eigenthum Hamburgs,
nothwendig geworden waren, wurden als Königliche Coms
missarien der Geheimerath von Eyben Gesandter am nie-
dersächsischen Kreise und der Kanzler der holsteinischen Lan-
desregierung, Freiherr von Brock dorf, beauftragt, mit den
hamburgischen Deputirten, Syndicus Doormann und Ses
nator Schulte zusammenzutreten. Diese hatten darüber
einen Vergleich verabredet, der am 24sten April vollzogen
und am 143ten Mai dem Könige zur Ratification vorgelegt,
auch von Allerhöchstdemselben sowohl als von dem hamburgis
schen Senate bestätigt ward. Die Stadt Hamburg trat zufolge
dieses Vergleiches das dem Domcapitel zuständige Privateigen=
thum der beiden, der Königlichen Landeshoheit bereits unter-
worfenen Dörfer Poppenbüttel und Spitzendorf an den
König ab, und den bisherigen hamburgischen Antheil des Doro
fes Hoisbüttel, so wie die Dorfschaft Bilsen, welche beide
ganz vom holsteinisschen Gebiete enclavirt waren; dagegen über=
ließ der König das an Hamburgs Territorium grenzende Dorf
Alsterdorf an diese Stadt, entsagte allen Rechten und Ans
sprüchen an das Domcapitel zu Hamburg und übernahm
die Versorgung und Entschädigung aller von seiner Collectur

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