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die Fragen mit, die. sie in Betreff der Kuhblattern beant-
wortet zu habeir wünschte.
Wie aufmerksam die Regierung auf alles war, was die
Grsundheit der Unterthanen betraf, davon zeugte auch die
Verordnung vom 9ten Juli, wegen Vorbeugung der Gefahr
der Verbreitung ansteckender Krankheiten, durch den gemein-
schaftlichen Gebrauch des Kelches beim Genusse des heiligen
Abendmahles.
In Dithmarfchen hatte schon seit längerer Zeit die Lust-
scuche nicht mehr ganz ausgerottet werden können, in der
letzten Zeit indeß hatte sie sich in einem so bedenklichen Grade
verbreitet, daß durchaus für ihre Hemmung etwas Ernst-
liches gethan werden mußte. Auf Königlichen Befehl ward
ein Mitglied der medicinischen Facultät zu Kiel abgeordnet,
um über die wahre Natur der Seuche, wie auch über die Ur-
sachen der Fortpflanzung und Verschlimmerung derselben, an
Ort und Stelle Erkundigung einzuziehen; worauf denn nach
gemeinschaftlicher Berathung die Facultät ihren allerunter-
thänigsten Bericht abstatten mußte.
Um aber den Bewohnern Dithmarschens bis dahin, daß
von oben herab wirksame Verfügungen erlassen werden konn-
ten, mit gutem Rathe an die Hand zu gehen, erließ die
medicinische Facultät unterm 2ten October eine Ansprache
an die Dithmarser, worin sie ihnen die erforderlichen Beleh«
rungen über die Natur der Seuche, die Mittel sich vor An-
stekung zu bewahren und über das Verhalten der bereits
davon Ergriffenen mittheilte.
Das Taubstummeninstitut in Kiel zählte zehn Zöglinge,
zwei von ihnen wurden den 28sten März öffentlich confirmirt-
Der Lehrer Pfingsten versicherte in seinem Berichte an die
Direction des Schulmeisterseminars, daß die Vorbereitung

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