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Ob nun wohl die Privilegien, auf welche sich die Ritter-
schaft bei dieser Gelegenheit ausschließlich berief, ursprünglich
dem ganzen Lande ertheilt waren, und die seit den letztverflosse-
nen drei Jahrhunderten in den staatsrechtlichen Verhältnissen
der übrigen Classen durch die Zeit hervorgebrachten Veräna
derungen, sie der ihnen vertragsmäßig verliehenen Gekecht-
same nicht beraubt hatte, so waren es doch Prälaten und
Ritterschaft allein, welche es laut werden ließen, wie sehr
besonders sie sich in ihren Rechten und den ihnen bei jedem
Regierungswechsel von neuem bestätigten Privilegien gekränkt
erachteten, und dieser ersten bedeutenden Beeinträchtigung
derselben nach allen Kräften widerstrebten. Erreichten sie
nun freilich ihren Zweck nicht, so gaben sie doch die Be-
hauptung ihres Rechtes nicht auf, sondern unterwarfen sich
nur der Nothwendigkeit.
Daß der Präsident der deutschen Kanzelei, der Geheime-
rath und Staatsminister Graf Cay Friedrich von Res
ventlow gerade um diese Zeit’ seine sämmtlichen hohen
Staatsämter niederlegte, und drei Tage vor Erscheinung der
Verordnung, am 12ten December, die erbetene Entlassung
erhielt, wollte man derzeit dahin deuten, daß er, selbst Mit-
gingen auch damit um, wegen der neuen Steuer den Recurs
an die Reichsgerichte zu ergreifen, und hatten sich darüber von
dem Professor Le i | in Göttingen ein Gutachten geben lassen,
welches in einer damaligen Zeitschrift, wenn ich nicht irre, in
der Minerva, gedruckt seyn soll. Auf diese neue Steuer be-
ziehen sich folgende 2 Schriften : 1) Schr a der, Versuch einer
pragmatischen Darstelung der Steuerfreiheit der Prälaten,
Ritterschaft und adlichen Güter in den Herzogthümern Schles-
wig und Holstein. 2) Ju sti, Nothwendigkeit der neuen Steuer
auf rudscte in sämmmtlichen dänischen Provinzen. Schles:
wig
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