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„trächtliche Ausgaben, daß dazu die bisherigen, iu älteren
„Zeiten angesetzten Abgaben der Unterthanen nicht hinreichen.“
So lautete der Eingang einer unterm 15ten December sro
lassenen Verordnung, wodurch in den Herzogthumern eine
Steuer vom Eigenthume und der Benutzung liegendar Gründe
und Gebäude ausgeschrieben ward. In Folge dieser Verord-
nung sollten alle Ländereien (wo dieses nicht bereits geschehen)
vermessen werden, auf der Geest nach Tonnenmaaße, die
Tonne zu 260 Quadratruthen, in der Marsch aber nach De-
matzahl, ein Demat zu 220 Quadratruthen. Für die Werth-
bestimmung des Landes ward als Grundsatz angenommen,
daß eine Tonne adelicher Hoffelder, klösterlicher Vorwerks-
ländereien, Kanzeleigüter, der Parcelen niedergelegter Güter
and Domanialien, imgleichen der Königlichen in Erb- oder
Zeitpacht ausgethanen Ländereien, auf der Geest, nicht unter
50 Rthlr. und nicht über 100 Rthlr. taxirt werden solle.
Die adelichen und klösterlichen Bauerfelder, so wie die Län»
dereien in den Aemtern und Landschaften wurden à Tonne
zu 25 bis 100 Rthlr. taxirt. In den Marschen ward alles
Land ohne Unterschied zu 50 bis 150 Rthlr. à Demat an-
geseßt. Uebrigens fanden in der Taxation Zwischenclassen
von 123 zu 124 Rthlr. statt. Bloß das urbare Pflug- und
Weideland ward der Steuer unterzogen; Holzgründe, Moore,
Heiden, Gemeinheiten, Außendeichsland, Teiche und Seen
wurden nicht zur Steuer angesetzt, sondern vergrößerten bloß
den Werth des übrigen Landes. Nach Maaßgabe dieses ver-
schiedenen Werthes betrug die Grundsteuer für eine Tonne
Geestland von 4. bis 4 Lß, und von einem Demat Maärsch-.
land von 2 bis 6 Lß; zugleich mußte eine Benutzungssteuer
von 8 L§ für jede Tonne oder Demakt, ohne Rücksicht auf
den Taxationswerth des Landes, erlegt werden; hiedurch

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