Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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Das erste Jahr des neuen Jahrhunderts hatte nicht so krie- 
gerisch geendet, wie es begann. Unserm Vaterlande war der 
gestörte Friede wieder gegeben, und seit der Unterzeichnung 
der Friedenspräliminarien zu Amiens, am 1ssten October 1801, 
ruhten die Waffen in ganz Europa. Der 25ste März des 
Jahres 1802 war der denkwürdige Tag, an welchem der 
Definitivfriede zwischen England und Frankreich unterzeichnet 
ward. Dieses welthistorischen Ereignisses muß auch hier ge- 
dacht werden, da es nicht ohne wichtige Folgen für die Her- 
zogthümer, zumal für Holstein blieb. Frankreichs schnell er- 
wachsene Uebermacht ward durch diesen Frieden befestigt, und 
sein Einfluß auf die übrigen europäischen Staaten, vorzüg- 
lich aber auf die Angelegenheiten Deutschlands, immer größer 
und fühlbarer; daher hatten auch bei den Reichsdeputations- 
versammlungen über die Vertheilung der zur Entschädigung 
der Fürsten, welche Besitzungen, größtentheils auf dem linken 
Rheinufer verloren hatten, bestimmten Länder, meistens aus 
secularisirten geistlichen Stiften und Reichsstädten bestehend, 
Frankreich und das mit ihm durch den am Sten October 
v. J. geschlossenen Frieden freundschaftlich verbundene Ruß- 
land, eine nicht nur leitende, sondern entscheidende Stimme, 
gegen welche die des Reichsobcrhauptes ohnmächtig verhallte. 
So bekam unter fremdem Einflusse Deutschland eine gänzlich 
veränderte Gestalt, welche im Laufe des Jahres zu Regens- 
burg vorbereitet und vielfältig discutirt ward. Wegen der 
von der allgemeinen Reichsdeputation beschlossenen Aufhebung 
des Elsflether Zolles sowohl als der Secularisation der Dom- 
capitel in Hamburg und Lübeck, hatte der König von Dän- 
nemark, als Herzog von Holstein, Vorstellungen gethan, die
	        

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