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unter gar zu Capitains creirt wurden, ja es gab Beispiele,
daß Männer, die nie vorher Soldat gewesen waren, auf
einmal zu Stabsofficieren ernannt wurden. Daß auf diese
Weise die Zahl der Officiere bei den Landeswehrregimentern
sich täglich mehrte, ist eben so erklärlich als, daß bei den be-
reitwilligen Ernennungen nicht genugsam geprüfter Indivis
duen, mancher Mißgriff geschehen mußte, auch daß viele
Officiere, die lange und untadelhaft unter den Linientruppen
gedient hatten, es oft schmerzlich empfanden, daß junge Leute
ohne alles militairische Verdienst, als das des guten Wil=
lens, urplötzlich zu einem Dienstgrade erhoben wurden, den
sie, nach vieljährigem Dienste bei schmalem Gehalte, noch
nicht zu erreichen vermocht hatten. Ob der Officierstand da-
durch, daß er so leicht und ohne alle Vorbereitung zum
Dienste, erlangt werden konnte, im Allgemeinen an Achtung
gewann, mögte doch bezweifelt werden.
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Bei der im Jahre 4799 eingetretenen allgemeinen
Stockung des Handels- und Wechselcredits, hatte die dänjs
sche Regierung sich veranlaßt gesunden, zur Aufrechthaltung
des inländischen Credits eine Depositocasse zu errichten,
welche Anleihen in Courantbankzetteln, gegen Niederlegung
sicherer Pfänder bewilligte; dieses Institut hatte, wie die
Regierung öffentlich aussprach, seinen Zweck erreicht und sie
war nun auf Mittel bedacht, durch welche der Umlauf und
die Einziehung dieser Zettel nach ihrem Silberwerth, beför-
dert und erleichtert werden konnte. Deshalb ward am 48ten
Februar durch das Finanzcollegium ein Patent erlassen, be-
treffend die Errichtung beständiger transportabler Staats-
fonds, zum Belauf von 3 Millionen Reichsthaler Courant
in Species, welche der Depositencasse übergeben werden soll«
.
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