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seinen westindischen Inseln, die England fortwährend in Be-
sitz behielt, nicht länger gestört zu sehen.
Die in Holstein versammelten Truppen waren im An-
fange des Augustmonats größtentheils wieder in ihre Stand-
quartiere eingerückt; am 43ten war das Hauptquartier des
Feldmarschalls aufgelöset und er selbst nach Gottorf zurück
gereiset. 40 Bataillons und 10 Escadrons blieben noch un-
ter Commando des Prinzen Friedrich zu Hessen, der nun
sein Hauptquartier nach Pinneberg verlegte, versammelt;
auch diese rückten in den ersten Tagen des Septembers wie-
der in ihre Garnisonen ein, worauf die sämmtlichen Beur-
laubten entlassen wurden und alles auf den Friedensfuß ge-
setzt ward.
Mittlerweile hatte man nicht versäumt, die beim Aus-
brechen des Krieges eilig errichtete Landeswehr, mehr und
mehr zu organisiren; in jedem der Herzogthümer ward ein
aus mehreren Bataillons bestehendes Regiment errichtet,
zum Chef des Schleswigschen ward der General-Major von
Lynar und zum Chef des holsteinischen Landeswehr-Regi-
ments der General-Lieutenant Graf Ahlefeldt ernannt.
Viele auf Pension stehende oder in Civilämtern angestellte
vormalige Officiere traten in die Landwehr; aus den Regi-
mentern ließ man gleichfalls eine Anzahl von Officieren, die
man zum Dienste in der Armee nicht mehr für ganz geeigs
net hielt, in die Landwehr übergehen, mehrentheils mit Be-
förderung zu einem höheren Grade. Auch unter solchen
Leuten, die früher nicht im Militair gestanden hatten, er-
wachte die Lust zum Dienste bei der Landeswehr, um so
mehr, da die Officierstellen augenscheinlich leicht zu haben
waren, und manche, die kurz vorher noch allerlei andre Ge-
werbe trieben, jett nach Standesgebühr zu Lieutenants, mit-

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