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nicht mächtig genug, sich das zu erlauben und gegen den
Willen anderer Mä:hte zu behaupten, was kaum zehn Jahre
später Napoleon an Hamburg zu thun wagen durftez doch
waren viele Gemüther beunruhigt und so mußte allerdings
eine, um diese Zeit erscheinende kleine Schrift unter dem
Titel: „Was könnte Hamburg im jetzigen Zeit-
punkte zu seinem besten Glücke thun?“ einige Auf-
merksamkeit erregen. Der anonyme Verfasser mochte es
vielleicht recht gut meinen, allein der Inhalt seiner Schrift
bewieß, daß er weder die merkantilischen Verhältnisse Ham-
burgs richtig zu beurtheilen vermochte, noch den republicani-
schen Sinn und den Nationalhaß der Hamburger gegen die
Dänen, gehörig e:kannt hatte, indem er Hamburg rieth,
sich mit Däânnemark zu vereinigen und den König von Dän-
nemark als seinen Schutzherrn anzuerkennen.
Die im Ganzen höchst unbedeutende Brochüre, würde
überall wohl wenig beachtet und schnell in Vergessenheit ge-
rathen seyn, wenn nicht das politische Journal sich beeilt
hätte, sie gleich nach ihrer Erscheinug, inr Maistücke, mit ei-
ner ihrem Gehalte keinesweges zukommenden Wichtigkeit und
Breite anzukündigen. Eine. im Junius erscheinende Schrift:
„Hamburgs bestes Glück nicht von Außem“’ wider-
legte die erstere weniger gründlich als leidenschaftlich, in eis
nem auffallend zurückstoßenden, derben Tone und voller, theils
unwahrer, theils entstelender Verunglimpfungen der däni-
schen Regierung und Behörden. Gegen diese erschienen,
schnell auf einander folgend, drei Piecen, unter denen wohl
die „Apologie Dännemarks wider die Schrift:
Hamburgs bestes Glück nicht von Außen, von ei-
nem Holsteiner die gründlichste und gehaltvollste war.
Da die in jener Zeit erschienenen Flugschriften manches

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