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hagen zurückkehrende Capitain von Leschly die Nachricht von
dem abgeschlossenen Waffenstillstande] ins Hauptquartier des
Prinzen Carl vor Hamburg.
So wie in der Hauptstadt gleich nach der Schlacht
reichliche freiwillige Gaben für die Verwundeten und für die:
Familien der Gefallenen, dargebracht waren, so geschah dass
selbe auch in den Herzogthümern, sobald die Nachricht von:
der Schlacht daselbst eingelaufen war, mit einer, die Liebe
der Einwohner zu ihrem Könige und Vaterlande, sowohl als
ihr warmes Gefühl für ihre leidenden Mitbrüder, beurkun-
denden Freygebigkeit. In Kiel erließ der Professor Weber
einen Aufruf an seine Mitbürger, worauf 1250 Rthlr. ein-
gesammelt und mit der nächsten Post an den Kronprinzen
gesandt wurden; in Altona schossen die Mitglieder des Mu-
sâums, etwa 140 an der Zahl, in drei Tagen die Summe
von 12,410 Mk. Cour. zusammen. Andre Städte und Dis
stricte steuerten nach Verhältniß und das in Holstein ver-
sammelte Armeecorps, welches nicht thätig an dem Kampfe
fürs Vaterland hatte Theil nehmen können, brachte 4614
Rthlr. dar. Von den 228,987 Rthlr., welche nach und nach
für die Braven des 2ten Aprils eingegangen waren, hatten
die Herzogthümer zwischen 50 und 60 tausend Reichsthaler
beygetragen.
Daß aber, wenn die Umstände es erfordert hâtten, die
Schleswig-Holsteiner bereit gewesen wären, nicht mit Gelde
nur, fondezn auch mit persönlicher Aufopferung an dem
Kampfe Theil zu nehmen, darf gewiß nicht bezweifelt wer-
den. In Kiel erließ der Polizeimeister Christensen als Ober-
ster des bürgerlichen Militairs, in Auftrag des Magistrats,
einen Aufruf an seine jungen Mitbürger, die Waffen zu ers
greifen und die Besatzung der Festung Friedrichsort, welche

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