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Gewiß dankte im Stillen jeder gutgesinnte Schleswig - Hol=
steiner der Vorsehung für das in friedlicher Ruhe hinge-
schwundene Jahrhundert, bewegt von bangen Zweifeln, ob
dieser glückliche Zustand noch ferner dauernd seyn werde, und
ahnungsvoll die drohenden Wolken betrachtend, die sich am
politischen Horizonte aufthürmten.
Zehn Jahre schon wüthetete der, durch die französische
Revolution veranlaßte Krieg in Europa, und verheerte die
blühendsten, gesegnetsten Länder, denn die mehrsten Staaten
hatten nach und nach, als Hauptmächte oder als Allirte,
größeren oder geringeren Antheil an dieser Fehde genommenz
unter den wenigen Staaten, die, es mit keiner Parthei hal=
tend, nie sich thätig in den Streit gemischt hatten, war Dän-
nemark, welches seiner Erklärung vom 4sten Juni 4792 ges
treu, bei den französischen Angelegenheiten stets neutral ges
blieben war, durch eben diese Neutralität aber sich zum öftern
in den Stand gesetzt sah, den kriegführenden Mächten wes
sentliche Vortheile zu gewähren, besonders durch Handel und
Schifffahrt; deshalb erfreute es sich auch eines guten Vera
nehmens mit den mehrsten europäischen Cabinetten. Nux
England, Frankreichs erbittertster Feind, mochte dieser Macht
neunzehnten Jahrhunderts in der Gottorfer . Schloßkirche,
3) Bolten, Entwurf einer Predigt, mit historischen Anmer-
kungen nebst einem Prospecte von Altona von der Elbseite im
Jahre 1701. %) Witt, Secnlarfeier der Stadt- und Land-
gemeinde in Glückstadt (enthält auch Nachrichten vom Zustande
der Stadt im Jahre 1801 und eine Uebersicht der für die
Stadt wichtigsten Ereignisse im vorigen Jahrhundert. 5) Al-
brech t, Hymne an das scheidende und werdende Jahrhundert,
mit Musik von Kittel. 6) Albrecht, Geschichte des inner-
lichen Krieges- in Holstein im Jahre 1700 uebst Ankündigung
eines neuen Schauspiels „Altona vor hundert Fahren'’.

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