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gleich feit dem Jahre 1714 kein Landtag gehalten worßen
wav. Glücklicherweise waren diese Länder auch seit. dem
Frieden von 1720 nicht ehen in den Fall gekommen, das
Bedürfniß der Zusammenberufung eines Landtages dringend
zu fühlen, da sie seit jenem Zeitpunkte, außer der 4762 ein-
geführten Extra-Schatzung oder Kopfsteuer, welche jedoch den
in Holstein unter gemeinschaftlicher oder unter alleiniger
Großfürstlicher Hoheit stehenden Districten nicht auferlegt
ward, mit keinen directen Steuern belastet, auch sonst von
der Landesherrschaft keine Forderungen an sie gemacht wa-
ren, die sie ablehnen zu können oder zu müssen geglaubt
hätten. Die Privilegien der Schleswig- Holsteinischen Rit-
terschaft, welche ihrem Ursprunge nach und nach den Wor-
ten derselben, so wie sie von König Christian dem ersten ers
theilt worden, der Lande Privilegien sind *), waren
vom regierendem Könige nicht nur bei seinem Regierungsan-
tritte, sondern auch wiederholt damals bestätigt, als im Jahre
1773 der bisherige Großfürstliche Antheil von Holstein, ge-
gen die Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst, an Dän-
nemark abgetreten ward,
Die höchste Behörde für die Herzogthüimer, die König-
lich Deutsche Kanzeley in Copenhagen, hatte einen Holstei-
ner, den Grafen Cai Reventlow auf Glasau zum Präsiden-
ten. Stellvertreter des Königs in den Herzogthümern war
seit einer langen Reihe von Jahren, der Statthalter, Prinz
Carl zu Hessen, der auch Gouverneur von Dithmarschen
war. Als Statthalter führte er den Vorsitz in den beiden
höchsten Landes-Dicasterien, dem Schleswigschen Obergerichte
v
iy Ubdeuck derselben findet sich im St. M. Jahrg. 1, Heft'4.
S. 31. fgg.
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