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nischen Monarchie vereinigt war, wo auch in dem nördlichen
Theile des Landes die dänische Sprache mit der deutschen
gemeinschaftlich, zum Theil sogar ausschließlich gesprochen
wird, behauptete die Regierung ausschließliche Souverainis
tâtsrechte, weshalb auch seit der von Christian dem sechsten
1731 ertheilten Bestätigung der Privilegien, jedesmal bei
der für Schleswig, die Clausel: „so weit solche unserer
souverainen all ein i g er Regierung über mehr-
besagtes Herzogthum nicht entgegen sind“" *) hin-
zugefügt ward.
Haolstein dagegen, als ein Theil des deutschen Reiches,
sah in dem Reichsoberhaupte seinen höchsten Oberherrn und,
wenigstens formell, für den größten Theil des Landes in
den Reichsgerichten seine höchste Instanz in Justizsachen, wie
es denn auch seine Römermonate und Kammerzieler zahlte
und zu den Kreisanlagen des niedersächsischen Kreises
steuerte *),
Das den Herzogthümern verfasslungsmäßig zustehende
Recht der Landstandschaft, war keinesweges aufgehoben, obs
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Die Veränderung der Clausel besteht blos in Hinzufügung des
Worts alleiniger. Denn die Erwähnung der Souverainität
kommr schon in der VPrivilegienbesiätigzung von 1671 vor. Pri-
vilegien der Ritterschaft S-. 223.
E.
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Holstein steuerte allerdings. ob aber eigentlich das Land oder
die Königliche Kasse für selbiges, ist zweifelhaft. Die Holstei-
nischen Pflüge zahlten in ihrer Contribution 1 Rthlr. monat-
lich für die Reichslasten nach einer Verordnung vem 4. Nov.
4682. Kieler Blätter 1üter Bd. S. 85. Das Patent vom
23sten Jun. 1794 scheint vorauszuseßen,, daß außerdem noch
eine Repartition der Reichslasten erfolgen könne, jedoch ge-
wöhnlich unterblieben sey. .

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