Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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Rücksichten sich veranlaßt sah im Jahre 1799 gegen den al- 
lerdings nicht ausgebliebenen Mißbrauch derselben eine ge- 
schärfte Verordnung zu erlassen, so war es doch keinesweges 
die Absicht, die freie und bescheidene Mittheilung der Ge- 
danken durch Rede und Schrift, einengend zu beschränken 
oder zu unterdrücken. 
Das letzte allgemeine Bücherverzeichniß des achtzehnten 
Jahrhunderts, nemlich das von der Michaelismesse 1800, 
enthielt zwei und zwanzig Werke von Schleswig-Holsteini« 
schen Schriftstellern. Unter diesen waren die damals erschei- 
nenden drei Zeitschriften mitbegriffen, nemlich: Niemanns 
Blätter für Polizey und Kultur; der Genius der Zeit von 
August Hennings und von Eggers Deutsches Magazin. Das 
politische Journal ward zwar in Hamburg verlegt, doch kann 
es, da es mehrentheils von Holsteinischen Gelehrten besorgt 
wird, als eine inländische Zeitschrift angesehen werden. 
Nicht in obiger Zahl begriffen sind folgende Journale, die 
von Schleswig-Holsteinern herausgegeben und zum Theil im 
Lande gedruckt wurden; Frankreich, von Poel, der Musaget, 
von v. Hennings, das Journal der neuesten Weltbegeben- 
heiten, von Evers, Ie Nord, vom Professor Olivarius und 
des Professor Pfaff nordisches Archiv für Naturgeschichte und 
Arzeneikunde. Der Altonaische Merkurius war die einzige 
in den Herzogthünjern herauskommende politische Zeitung. 
Die Schleswig- Holsteinischen Anzeigen, welche in Glückstadt 
zum Drucke befördert werden, enthalten gerichtliche Bekannt- 
machungen, Verordnungen und gemeinnützige Aufsätze. Noch 
hatte Altona ein Intelligenzblatt unter dem Namen Adreß- 
comtoir Nachrichten und mehrere Städte, als Kiel, Glück- 
stadt, Flensburg u. a. besaßen Wochenblätter. 
Eine der fortgeschrittenen Geistesbildung und helleren 
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