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Ganzen statt findende Wohlhabenheit hin, der Noth derselben
ohne zu drückende Opfer abzuhelfen. Außer den für das
ganze Land geltenden Gesetzen über die Armenversorgung,
bestanden an mehreren Orten für diesen Gegenstand sehr
zweckmäßige Anstalten, vorzüglich zeichnete sich Kiel, durch das
mit vieler Umsicht geleitete, wohlthätige Wirken der seit 1793
bestehenden Gesellschaft freiwilliger Armenfreunde darin aus.
Ein reges Streben nach geistiger Entwickelung, eine,
durch den langen Frieden begünstigte Liebe für die Wissen-
schaften, war auf mancherlei Weise im Lande bemerkbar und
die Regierung begünstigte das Fortschreiten der Cultur durch
weise Gesetze und zweckmäßige Nachhülfe. Die Landesuni-
versität zu Kiel hatte sich besonders der landesväterlichen
Huld und Fürsorge zu erfreuen, die von dem akademischen
Senate zu ihrer Aufnahme gemachten Vorschläge, wurden
mehrentheils günstig berückfichtigt und daß es der Regierung
ernster Wille sey, bei fleißiger Cultivirung der Wissenschaf-
ten, auch die Sitten der Studirenden zu veredlen und den
heftigen Ausbrüchen jugendlicher Leidenschaften und ihren
oft verderblichen Folgen zu steuern, davon zeugte die Aller-
höchste Genehmigung zur Einführung eines Ehrengerichts im
Jahre 1795, dessen Mitglieder aus den Studenten selbst ge-
wählt wurden und das am Schluße des Jahrhunderts nicht
nur fortbestand, sondern mehr und mehr in Ansehen kam.
In der Person des Geheimen Conferenzraths, Grafen
Friedrich von Reventlau auf Emkendorf erhielt die Universi-
tät im Jahre 1800 einen Curator, der mit einer ausführli-
chen Instruction für seine Amtsführung versehen ward.
Die schon seit dreißig Jahren bestandene Preßfreiheit
hatte ihre heilsamen Folgen auf mannigfache Weise offenbart
und wenn der König, wohl hauptsächlich | aus politischen

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