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sie eben so wenig für als gegen die Existenz einer eigent-
lichen Schleswigschen Markschaft zeugt. Die Vertheidigex
der Existenz einer solchen haben aus ihr zu viel gefolgert,
die Gegner sind in ihrem Tadel der Glaubwürdigkeit Adams
zu weit gegangen. Er sagt, nach der angestellten Exegese,
nichts weiter, als: Kaiser Heinrich der Erste zwang den däs
nischen König Gorm, das okkupirte vormalige Haraldslehn
zu verlassen, und nôthigte ihn zu dem Versprechen, daß die
Dänen sich innerhalb der zwischen Karl d. G. und Hemming
verabredeten Grenze für die Zukunft halten sollten. Und,
damit dieser Vertrag gehalten würde und die Dänen keinen
neuen Einbruch in den streitigen Distrikt Nordalbingiens
wagen mögten, bestellte er für denselben einen dritten’ Nord-
albingischen Grafen, dem zunächst die Bewachung der ver-
abredeten Grenze oblag. Dieser wurde aber wegen dieser
seiner nâchsten Bestimmung Grenzgraf oder Markgraf ge-
nannt. Daß spätere Schriftsteller den von Adam gebrauchs
ten Ausdruck Marchio, Markgraf, nicht im etymologischen
Oder grammatischen Sinne, sondern im staatsrechtlichen nah-
men, davor konnte er nicht. Von einer eigentlichen Mark-
grafschaft im lettten Sinne konnte er nicht reden, denn der-
gleichen gab es zu seiner Zeit noch nicht.
Nimmt man das Gesagte zusammen,. so geht deutlich
hervor, daß der ganze Streit zwischen deutschen und dänis
schen Geschichtsforschern und Publizisten über eine vormalige
Schleswigsche Mark nichts weiter ist, als eine contentio de
lana caprina, oder, ein Streit über des Kaisers Bart. _
Ist ein Volk von dem andern überwunden worden, und
hat es sich durch die Uebermacht genöthigt gesehen, sich in
engere Grenzen zurückzuziehen, so hört es doch nie auf, das
Geschehene für eine ihm zugefügte Unbilde zu achten und,

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