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anlaßte ein unerhörtes, mit dem wahren Werthe der Grund-
stücke und jeder, auch der kühnsten, Berechnung über ihren
möglichen Ertrag, außer allem Verhältnisse stehenden Stei-
gen der Preise adelicher Güter, die während dieser Schwin-
delperiode schnell aus einer Hand in die andere gingen,
meistens noch mit Gewinn für den letzten Verkäufer. Daß
die Güter unter diesen Umständen sich an innerem Werthe
nicht verbesserten, daß jedér Käufer nur eiligst, durch mög-
lichst hohe, augenblickliche Benutzung, ohne Rücksicht auf die
Zukunft, zum öfteren durch Wegschlagung und Verschleude-
rung des vorhandenen Holzes, sich so viel thunlich zu decken
suchte, läßt sich leicht denken, so wie es einleuchtend ist, daß,
wie wir auch späterhin sehen werden, ein solcher Stand des
Güterhandels weder dauernd, noch für den wahren Wohls--
stand des Landes von heilsamen Folgen seyn konnte.
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Wohl war es bei dieser Lage der Dinge eine weise
Maaßregel, daß die Regierung zur Aufrechthaltung des Cre-
dits bereits im Jahre 1796 die Eröffnung eines Schuld-
und Pfandprotocolles für die den Landgerichten unmittelbar
unterworfenen Güter und Besitzthümer anordnete, solche auch
vier Jahre später für die unter der Glückstädtischen Regierungs-
fanzelei und die damit verbundenen Gerichten sortirenden
(Kanzelei-) Güter befahl und den Besitzern derselben die
Benutzung dieser Wohlthat landesvâterlich anbot. Bei
weitem nicht alle Gutsbesitzer jedoch, machten hievon Ge-
brauch und wir werden itt der Folge sehen, wie es mehr
als des bloßen Anerbietens von Seiten der Regierung be-
um diese wohlthätige Einrichtung allgemein zu
durfte ,
e den 446 adelichen Gütern des Herzogthums
Schleswig befanden sich 30 und von den 133 Holsteinischen

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