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besonders durch Handel und Schifffahrt, erworben war, reitz-
ten manchen an, sein Geld durch den Ankauf von Grund-
stücken, vorzugsweise von adelichen Gütern unterzubringen,
und die Neigung der Bewohner Hamburgs und Lübecks,
das während der glänzenden Handelsperiode gewonnene
Geld in den Herzogthümern zu belegen, machte es den
Grundbesitzern leicht, zu mäßigen Zinsen Anleihen zu erhal-
ten, wodurch sie in den Stand gesetzt wurden, die erforder-.
lichen Kosten zur wesentlichen Verbesserung des Ackerbaues
zu bestreiten *).
Die zum Theil bereits begonnene, theils nahe bevor-
stehende Aufhebung der Leibeigenschaft, hatte bei dem großen
Umfange der mehrsten Güter, die Anlegung neuer Meier-
höfe durchaus nöthig gemacht; viele dieser Meierhöfe wur-
den **) mit Bewilligung der Landesherrschaft von dem
Stammgute getrennt und zu besondern Gütern, mit allen
den adelichen Besitzungen zustehenden Vorrechten erhoben.
Durch diese Vermehrung kleiner Güter und durch die eben
erwähnte Leichtigkeit, Anleihen zu erhalten, wurde der
Ankauf solcher Grundstücke auch dem minder Reichen mög.
lich gemacht. Das. Zusammentreffen aller dieser Umstände,
verbunden mit dem sich bald regenden Speculationsgeiste
und einer übel begründeten Hoffnung auf einen bleibenden
Stand der gegenwärtigen hohen Preise aller Produkte, ver-
AM
Vielleicht verdiente auch die Erfindung des Torfstreichens er:
wähnt zu werden. Vgl. Miemanns Blätter 1799, 2ter Bd.
Chronik S. 168. L. l' M-
Größtentheils jedoch erst später, nämlich im Jahr 1808, wo
beinahe €0 Meierhöfe zu Gütern erhoben wurden. Patente
vom 23sten und 29en Dec. Der Besitz eines solcheu adlichen
Guts gewährt jedoch keiue persönliche. Zollfreiheit.
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s.

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