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persönlichen Dienstpflichtigkeit des Bauernstandes, die mit
derselben verbundene Beschwerde, nach Möglichkeit erleich-
tert, doch blieb es erlaubt, sich durch einen Stellvertreter
vom persönlichen Dienst zu befreien. Die bisher den Guts-
herren frei gestandene, willkührliche Auswahl der von ihren
Gütern zu stellenden Rekruten, aus sämmtlichen Gutsunter-
gehörigen, ward ebenfalls abgeschafft, indem die in den ade-
lichen Gütern wohnenden Bauern, auch wenn sie noch leib-
eigen waren, gleich denen in den königlichen Aemtern, nur
von der Landausschußdeputation nach den gesetzlich bestimm-
ten Regeln, zum Soldatendiensste ausgehoben werden sollten.
Zur Aufmunterung der Pferdezucht auf den Bauerhö-
fen, war schon früher eine Besichtigung der Zuchthengste
und Austheilnng jährlicher Prämien an die Besitzer der be-
sten derselben verfügt und diese noch im Jahre 4798 bedeu-
V §
tend erweitert.
Durch den verbesserten Landbau. und den hauptsächlich
durch das, in der Propstei Preetz geübte, neulich auch im
übrigen Holstein eingeführte Mergeln, hervorgebrachten hö-
heren Ertrag des Landeigenthums *), vorzüglich bei den
in den letzten Jahren statt gefundenen hohen Preisen
aller Producte, waren die Preise des Grundes und Bodens
bedeutend gestiegen. Die Leichtigkeit und Schnelligkeit, mit
welcher in den letzten Jahren Wohlhabenheit und Reichthum
sen Gegenstand, die zu Ende des Jahrhunderts bestehen-
den Befreiungen, und den Betrag der Befreiungsgelder findet
man in der chronologischen Sammlung von 1794 S. 14; und
Y Niewsxns Blättern für Polizey und Kultur. 1800. 2ter B.
. 260—N2.
Ff.
Das Gut Emkendorf war das erste, wo das Mergeln im
Groÿeu eingeführt ward.

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