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schwer auf den Ländern lasten, solche? sind sie nicht der Men-
schen Werk ? nicht Früchte, welche sie selbst ausgesäet haben?
Denn wenn wir auch den neulichst vergangenen Zeiten jeden
Ruhm schenken wollen, der ihnen mit Recht zukommt : können
wir wol leugnen, daß es eine Zeit war, worin Hochmuth und
Zügellosigkeit, worin Vergessenheit des Heiligsten und Trotz
dawider furchtbar überhand nahmen ? Nicht mehr wollten
die Menschen im ruhigen Fortschreiten das Gute genießen,
und das Bessere vorbereiten; sie wollten Alles umschaffen,
und ohne Grundsätze, welche sie leiten konnten, ohne Weis-
heit, um zu wählen. Nicht frei, sondern gesetzlos; nicht mu-
thig, fondern frech erhob die Menge sich mit Gedanke, Wort
und Werk gegen jede bestehende Ordnung, wollte umstürzen,
und verstand nicht zu bauen, wollte alle Bande lösen, als
wären sie Ketten. Die Jugend spottete des Ansehens der
Alten; die Untergebenen des ihrer Vorgesetzten; übereilte
Thorheit nahm der reifen Erfahrung, der rechtschaffenen Ar-
beitsamkeit Platz ein, und das ganze Zeitalter schien fast zu
meinen, daß alle Geschlechter zuvor in Blindheit gewandelt
hätten, bis es am Ende das volle Licht sah, daß Alles, was
die Verständigsten zuvor erdacht, die Tüchtigsten ausgeführt
hatten, daß Alles, was durch vieler Jahrhunderte Erfahrung
befestiget, vervollkommnet, erprobt war, nichts wäre gegen
die neue Einrichtung der Dinge, die der Augenblick erfand,
die sogleich fertig dastand ~ ein kuftig Gebäude auf wei-
chendem Sande. Da verschwand die Furcht des HErrn aus
dem Herzen und dem Leben der Menschen, und die Gebote,
die sie von ihren Vätern gehört hatten, und alle die Sitten
und Rechte, womit Gott von uralten Zeiten her die Men-
schen zur Ordnung und zum Heile lenkte; da verschwand
Jesu Christi Evangelium ~ es war zuvor. in die Welt hin-

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