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ben konnte, was zur Bequemlichkeit und Zierde gehört, da
das eine Volk gerne dem andern seine Grenzen öffnete, da
alle Wege sich mit denen füllten, die nicht, wie späterhin ge-
schah, in Heerschaaren ihre Heimath verließen, um das blutige
Panier über verwüstete Aecker zu führen, um es auf Trüm-
mern geplünderter und verbrannter Städte aufzurichten, um
unter der Ermordeten Leichenhaufen, unter der Verstimmel-
ten Geschrei, unter der Verlassenen Jammer, unter der Hun-
gernden Elend sich Herren eines Landes zu nennen, das sie
vorher mit dem Greuel der Verwüstung bezeichnet haben,
und Herren der Einwohner, die sie gelehrt hatten, ihre Macht
zu verabscheuen, sondern da alle Wege durchs Land, ja selbst
durch des Meeres Wogen sich mit denen füllten, die in rechts
mäßigen Geschäften zogen, um des Landes Güter mit ein-
ander zu theilen, um ein friedliches Band zwischen den fern-
sten Küsten zu knüpfen. Solch’ eine Zeit ging den Bewe-
gungen vorher, welche die Reiche erschütterten; es war Friede,
so wie er auf Erden seyn kann; die meisten Länder, wenig.
stens in unserm Welttheile, erholten sich nach und nach von
den überstandenen Unglücksfällen, und die Gestalt der Welt
schien eine fröql:chere zu werden. Solch’ eine Zeit war es
insonderheit für unser Vaterland. ~ Nachdem es auch oft
zuvor von des Krieges Uebeln heimgesucht war, schien der
Friede endlich unter uns seinen Wohnsitz aufgeschagen zu
haben; ein Geschlecht erbte das Land in Frieden, und über-
gab es so wieder dem näâchsten; in vielen Jahren war es
schon so geschehen, mehr als 40 Jahre umfaßt des Königes
Regierung, dessen Gedächtniß wir heute erneuern, und bei-
nahe alle diese Jahre hindurch bestand der Friede, worin er
sein Reich überkam ~ ein Glück, was leider nur zu selten
auf Erden ist. Doch rede ich nun nicht davon, damit wir
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