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auf das Vergangene, sie gedenken dessen, was geschah im
Lande, während derjenige als Herrscher verehrt wurde, der
nun sein Scepter niedergelegt hat, der Gesetze, womit er sein
Volk regierte, seiner Herrschaft Wirkungen, und der Schick-
sale, welche der Allerhöchste über Reich und Land ergehen
ließ in des Hingeschiedenen Zeiten. Dann richten sie noch
ihre Gedanken auf das Künftige, sie fragen, was es werden
wird in den Zeiten, die nun heraufsteigen, und die stets in
vieler Hinsicht neu genannt werden müssen. Und indem
diese ersten Gedanken aufkommen, ist ja wohl Anlaß genug
für das Volk, die Stätte zu suchen, welche die Andacht ge-
weihet hat; da sich vor ihm zu demüthigen, vor ihm, wel-
cher aller Könige König ist, der da ist des Lebens und des
Todes Herr, der da hält aller Völker Schicksale in seiner
Hand;. da ihm zu danken für jegliche Wohlthat, die seine
Gnade bisher geschenket hat, da seine Beschirmung für die kom-
mende Zeit anzurufen. – Wenn aber nun in dieser Stunde
das Volk rings her in unserm Lande versammelt ist zu sol-
cher Trauerfeier, so sind schon mehrere Jahre verronnen, seit
unsere Herzen durch die Botschaft zur Wehmuth gestimmt
wurden, daß der König, unter dessen Regierung die Meisten
von uns geboren wurden, oder doch ihre mehrsten und größ-
tentheils so guten Tage verlebt hatten, sein Ziel erreicht
habe, und zwar weit von dem Orte, wo er zu seyn pflegte,
wo er so gern war, den aber des Krieges plöglicher Aus-
bruch zu verlassen ihn gezwungen hatte. Da fühlten wir
schon, was ein Volk zu fühlen pflegt, wenn seine Herscher
zur letzten Ruhe eingehen, da fragten wir mit Theilnahme
nach unsers Königs letzten Worten, letzten Schmerzen, da
sagten wir uns, daß des Menschen Herrlichkeit sey wie des
Feldes Blume, wenn der Wind über sie fährt, ist sie nicht

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