Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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ehemals gemeinschaftlichen Sachen, verzichten wollten. Also 
wird hier erklärt, daß das eine Kind Etwas für sich behalten 
dürfe, abgesehen davon, wie viel die andern haben; daher 
kann der Vater nicht verpflichtet seyn, Allen gleich viel von 
der beweglichen Haabe zu geben. Denn ausdrücklich heißt 
es in §. 5 des cap. 15, jenes Recht haben die Kinder nicht 
bei dem Lande, dies soll immer das Kind, welches davon 
etwas zum Voraus bekommen hat, einbringen. Dies ist auch 
des Bischofs Knud Ansicht; bei ihm heißt es im 15ten Ka- 
pitel:. Et si illa inkerre nolunt quod pater eorum de- 
derat iis sed potius volunt de hoc contenti;z esse ali 
heredes non possunt eos cogere ad reportandum, nee 
ad aéqualitatem cum eis laciendam, excepta sola terra, 
de qua debent omnes aequaliter participari. Diesen 
Zusatz hat auch die alte plattdeutsche (1486) und die Krab- 
bische Uebersezung. Daß Land gemeint sey, bestätigt auch 
Eriks Seeländisches Lov I., 7, welches ganz von demselben 
Fall spricht, und daher zur Erklärung angewandt werden 
kann; Ænd giffver Fader nogen sin Sonner Jordegods, 
da skal hannd giffve dennom alle saa meget o. s. v. 
d. : 43. 
b) Insbesondere bei der Verheirathung der Kinder. 
Schon oben ist bemerkt worden, daß Kinder, so lange 
beide Eltern leben, durchaus keinen Theil des Vermögens 
von ihnen verlangen können ). Heirathet also der Sohn, 
so ist es nicht nöthig, daß er aus der Gemeinschaft entlassen 
wird. Aber seine Frau kommt darum nicht, wenn es nicht 
besonders ausgemacht worden, in die Gemeinschaft mit ihren 
1) Jütsch. Lov 1. e. 13. 14.
	        

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