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Wiedererlangung unseres Steuerbewilligungsrechts entgegen
sehen, doch dankend die Gerechtigkeit und Kraft unserer Re-
gierung in neuern und in den neuesten Zeiten anerkennen,
womit sie gleichmäßig die Lasten vertheilt und sich schlechter-
dings nicht von den, diese gleichmäßige Vertheilung heischen-
den Grundsätzen des Rechts und der Billigkeit abwendig
machen läßt. Die Ritterschaft hat sich einmal erboten alle
directen Steuern gleichmäßig mit den Nichtadelichen zu tra-
gen, mir aber scheint dieses Erbieten höchst illusorisch. Denn
Contribution und Landsteuer, die beyden wichtigsten directen
Steuern, werden schon von dem Corps der Ritterschaft be-
zahlt. Was heißt also dies Anerbieten anders, als daß die-
ses Corps feine bisherigen Exemtionen von indirecten Steuern
beybehalten wolle? Dies aber ist, so wie dies bey der
Stempelpapierabgabe gezeigt worden, eine Ungerechtigkeit,
die durch Eigennutz auf der einen, und Schwäche auf der
andern Seite, zur Schande des Zeitalters, welche sie er-
zeugte, ihren Ursprung erhielt. Wenn dagegen das jetzige
Zeitalter sich durch Klarheit der Begriffe über die Rechte
und Verhältnisse der Unterthanen so wie gegen den Staat
so auch unter einander charakterisirt, so dürfen wir von die-
ser bessern Erkenntniß und von der Kraft und Gerechtigkeit
unserer Landesregierung auch Abstellung dieses Unrechts er-
warten und hoffen.
Durch die Realisirung dieser Hoffnung aber würden
sich die Stempelpapierintraden vielleicht um das doppelte
vermehren und eben dadurch eine Herabsetzung dieser Steuer,
oder einer andern, möglich machen, so daß wir diese Modifi-
cation der Stempelpapierveroronung als höchst wesentlich
und heilbringend allerdings betrachten dürften.

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