Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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Noth erforderlich ist, und der Mann zugleich ein eigenes 
Land verkauft. !). 
s. 40. 
c) Wovon werden die Ausgaben in der Ehe besiritten ? 
Auch hierfür hat. der Mann kraft seiner ehelichen Vors 
mundschaft zu sorgen. Zuerst kann er natürlich aus den ge- 
meinschaftlichen Gütern die Familie unterhalten, denn sie sind 
für. die Personen da, welche die Gütergemeinschaft ausmachen. 
Reichen diese aber nicht hin, oder hält der Mann nicht für 
dienlich, sie dazu anzuwenden, so mnß er aus seinem Son- 
dergute-die Ausgaben der Ehe bestreiten. Unser Lovu bestimmt 
dies I., c. 36. . 4 und in I., c. 40. s. 1 ausdrücklich, so 
daß der Mann bei einer künftigen ' Theilung keinen Ersatz 
für sein eigenes verkauftes Land fordern kann. Dies ist Re- 
gel; doch leidet sie billige Ausnahmen ?). 
Kauft nämlich der Mann zuerst Land mit Bofäe, und 
verkauft nachher von seinem eigenen Lande zu seinem und 
seiner Frau Unterhalte, so wird ihm, wenn so viel 
Kaufland da ist, von diesem sein verkauftes Erbland ersetzt, 
denn hätte er früher nicht das Geld zum Ankauf des Landes 
ausgegeben, so würde er vielleicht nicht genöthigt gewesen 
seyn, sein eigenes Land zu verkaufen. Von geschenktem 
Lande kann dies natürlich nicht gelten. Ist aber nicht so 
viel Kaufland da als das verkaufte Erbland beträgt, so darf 
er den vollen Werth aus dem Bofäe ergänzen. Wenn keine 
Bofäe da ist, so bekommt er keine Entschädigung (also na- 
imentlich nicht aus dem Lande der Frau); ein deutlicher Be- 
1) Jütsches Lov a, a. O. 
2) Jütsch. Lov. I., e. 40. +. 2 f>
	        

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