Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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halte, wird auch -durch das \neue Schleswiger Stadtrecht 
bestätigt art. 60 1). 
Dies enthält dieselbé Regel, erwähnt aber gar nicht des 
Hochzeitortes. Dieser also ist: unwesentlich.. 
2) ergiebt sich aus der angeführten Stelle des Flens« 
burger Stadtrechts, daß unmittelbar nach der Hochzeit, also 
ohne besonderen Verträg, die geselliche Gütergemeinschaft 
eintrete, die an dem Wohnorke der Eheleute gilt. 
IN. Nähere Erörterung des güterrechtlichen Ver- 
_ hältnisses während der Ehe. 
the 
1). der Ehegatten.. 
§..  7. 
a) Jn Ansehung. des gemeinschaftlichen Gutes. . 
Als allgemeine Regel gilt-\daß der Mann allein befugt 
ift, hierüber zu verfügen. Zwar: dies ste): nicht ‘ausdrücklich 
im Jütschen Lou, aber es ist eine ganz nothwendige Folge 
der ehelichen Vormundschaft des Mannes 2). Diese zeigt 
sich in folgenden Stellen: II. o. 82., UI. c..44. g. A., 
l. c.. 35.8. 4., IL c. 65. s. 6. Letztere beiden sind besons 
ders beweisend, daher sie hier erläutert werden sollen...... 
In I. c. 35. s. 4 wird .es 'für nöthig erachtet.~ den 
Manne ausdrücklich zu verbieten, das. Land: seiner. Frau: zu 
verkaufen.. . In Ansehung des gemeinschaftlichen Guts . wird 
also als bekannt vorausgesetzt, daß der Mann hierüber fret 
verfügen könne. 
Ü. 
“tip 
1) Pauli: Cyvraei commentar. = Vetgl. altes Schlesivigsches 
Stadtrecht 0. 40 bei Ancher. ~ Avenrader Stadtrecht aüt. 16. 
2) Eichhorr”s Deutsche Staats- und Rechtsgeschichte I.. 6. 369. 
IW. g. 4579. – Vergl. Schonisches Loy. I., 9. 11.
	        

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