Full text: (Zweiter Band)

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Vaterlande (von dem Adam von Bremen do situ Daniae 
principio sagt, daß es. wegen seiner Wälder noch viel schreck- 
licher als Deutschland sey ) gewiß, wie noch jetzt in Norwe- 
gen, von Holz gebaut wurde, so daß ein Haus ohne große 
Mühe fortgeschäfft werden konnte !). Daß aber beides unter 
bem Namien Boskab begriffen wird, geht daraus hervor, daß 
dem Kauflände, welches auch gemeinschaftlich ist, alles übrige 
gettieinschaftliche! Gut unter dem Namen Boskab entgegene 
géset wird; so. L ‘&. b. §. 4. 6. 
2) Das Kaufland. Daß gerade dies gemeinschäftlich 
ist, ! ist keinesrveges eine willkührliche Bestimmung, [wie es 
vielleicht beim’ ersten Anblick scheinen möchte, sondern 'geht 
ais dem! Geiste des altén’ Rechts hervor. Wenn man näms 
NH 
lich die Gütergeniéeinschaft nach Iütschem und überhaupt: alts 
Dänifchém Rechté im Allgemeineti betrachtet, so ergiebt sich, 
daß Geineinschaft aller derjenigen Güter sich gebildet hat, 
welche nicht, als 'in Gesonders enger Verbitdung mit der gans 
zen Familie seyend, angesehen wurden. In einer solchen 
eligeren Verbihdung stand: nun bei allen Germanischen Völa 
fetn das Land, weil vies.: bei seiner Unvergänglichkeit vorzügs 
lich Feeignet gefunden wurde, die Familienmacht (deren Wichs 
tigkeit ich oben im ällgeméinen Theil angedeutet habe) zu 
erhalten. Dies zeigt sich badurch im Jütschen Los, daß 
Keitier fein Erbland. verkaufen könnte, ohne auf 3 Dings 
tagen der Familie ven Vorkauf angeboten zu haben ?). 
An diesen Erblande konnte nun auch. der andere Ehe- 
gätté' keine Rechté'békominen, weil es dadurch aus der Fas 
milien-Verbindung herausgekommen wäre. Das währenv 
1): Vergl.. Tacitus de vibribus German. o. 16- 
2) Jüt. Lov. I., 34.
	        
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