Full text: (Zweiter Band)

LP 
223 
I 
F 
§. 8%5. 
I. Bestimmung der Gütergemeinschaft 
nach Jütschem Lov. 
t 
'Zuvörderst ist zu bemerken, dâß das Gesetz über dieselbe 
kein absolut gebietendes. ist, sondern daß die Eheleute. durch 
Vertrag ein. anderes. Güterverhältniß bestimmen können, 
Dies beweisen folgende Gesetzstellen: I. c. 6. ß. 6. Æn siter. 
bonde oc huslkrae i fellugh. Hierin liegt... daß auch ets 
was Anderes möglich ist. 
L. c. 47. s. 2. Hier heißt es: ist dem Erbe Nichts: von: 
der anderen Seite entgegen gekommen, so wird. es. nicht. ges. 
meinschaftlich, of thet ware ei i fellig laugh (es sey denn, 
daß es besonders in die Gemeinschaft gelegt. wäre). 
Das neue Schleswiger. Stadtrecht., sagt art. 40: die 
Frau, die sich nach dem Schleswiger Stadtrecht ver- 
heirathet. u.. s.. w. Hierin scheint auch zu liegen, daß. sie 
nicht dazu genöthigt ist ). 
 .Ist aber kein entgegenstehender. Vertrag da, so werden 
nach .der theilweisen Gütergemeinschaft: des Jütschen Lovs 
folgende Güter beider Ehegatten durch die Ehe gemeinschafts 
lich nach Ausweisung von I. c.. 6. §. 4. 2. 
Ib. 
1) Bosskab, d.. h. -alles bewegliche Gut.. Hierin wird 
unterschieden das Ha us und Vofäe. alles übrige bewegliche 
Gut (nicht bloß Geld, wie in Ekenbergers Uebersetzung steht)), 
Daß das. Haus als. bewegliches Gut: angesehen wird, 
darf nicht wundern, da im 43ten Jahrhundert in unserm 
1 . 
Vergl. Jüt. Lov I. c. 13. 20. Auchet's Lov:Historie I. S. 464. 
der alten Ausaabe. 
2) Vergl. Blütina Commentar B. L. S, 28. => Osterseu + Weile 
Glossarium juridico - Danicum h. rv.
	        
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