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E
Güterrecht ändern dürfen, behauptet werden, daß hierdurch
die Rechte der Gläubiger nicht gekränkt werden können.
§.. é.
W) Von den Schulden.
Es scheint hier durchaus nothwendig, zwischen allgemei-
ner und theilweiser Gütergemeinschaft zu unterscheiden, fo
wie zwischen vorehelicher und ehelicher Schuld.
Was die allgemeine Gütergemeinschaft betrifft, so be-
steht sie in dem Zusammenfließen der Güter beider die Ehe
schließenden Personen zu ein em Vermögen. Im Vermögen
sind aber sowohl Rechte als Verbindlichkeiten enthalten, und
hieraus folgt, daß auch die vorehelichen Schulden gemein-
schaftlich werden !). Von den in der Ehe gemachten Schul-
den versteht es sich von selbstz; denn es giebt ja gar keine
getrennten Güterverhältnisse. Das bisher Gesagte gilt also
namentlich von unseren Städten, welche eigene Stadtrechte
haben, in denen, wie unten näher angeführt werden wird,
allgemeine Gütergemeinschaft Statt sinde. Und so muß
das Gesetz verstanden werden: es sollen alle Schulden vor
der Theilung bezahlt werden 2),.
r )
Vei der Veurtheklung dieses Verhältnisses könnte besonders
der oben gemißbilligte Name, Gesammt ei g ent h u m, z! Miß-
verständnissen Anlaß geben, als wenn nur actives Vermögen
gemeinschaftlich würde. H
2)
Jm alten Schleswiger Stadtrecht . 84 (in Ancher's Lov-
Historie ).
Veral. Obergerichtsurtheil vom 18ten Juni 1685 für die
Stadt Schleswig im Corpus Statutorum Slesvicens. Il. S. 81.
Von der ncuern Geseßgebung anerkannt in. der Verord-
nung für Pinneberg vom sten Mai 1747 g. 1 ~ im Corp.
ewnstitut. Halsat. IL. S. 1072.
O

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