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muß also annehmen, daß das Güterverhältniß der Ehegatten
durch Veränderung des Wohnorts verändert und durch das
Recht des neuen Wohnorts bestimmt werde.
Dies liegt, wie ich hoffe gezeigt zu haben, in der Natur
der Sache, und diese ins Auge gefaßt, wird man nun auch
unsere vaterländischen Gesetze, die nur allgemein reden, dahin
erklären müssen !).
.. „Herr Professor Hasse nennt freilich a. a. O. S. 83.,
Not. 12 diese eben aufgestellte Meinung eine Ungereimtheit,
auf welche Eisenhart gekommen, weil er tacitus consensus
der Ehegatten mit dem Rechte des Orts, wo die Ehe geführt
wird, angenommen habe. Diesen habe ich mit dem genannten
Verfasser verworfen, bin aber doch zu demselben Resultat ges
kommen, welches also im schlimmsten Falle nicht so leicht
scheint vermieden werden zu können. Ueberdies stellen meh-
rere positive Rechte, die nicht aus dem Kopfe der Rechts-
gelehrten hervorgegangen sind, sondern aus der Rechtsansicht
des ganzen Volks, diesen Satz ausdrücklich auf; z. B. das
Lübsche Recht. 11. ~ 2 ~ 10, wornach der Vater, welcher
mit Kindern von einem andern Orte nach Lübeck zieht, mit
diesen nach Lübschem Rechte theilen soll. Hier könnte man
die Kinder als Gläubiger des Vaters ansehen, und dennoch
wird auf sie das Recht des neuen Wohnorts angewandt.. .
Haben aber die Ehegatten ihre güterrechtlichen Verhält-
nisse dyrch Vertrag festgeset, welches auch, wie unten gezeigt
werden wird, nach unserem Rechte erlaubt ist, so verändern
diese sich nicht mit Veränderung des Wohnorts, nach der
t art. 17.
Fler uper Scadtregt .. 17 art. 83.
Avenrader
Haderslebezer
r 22.
T;
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