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sehe ich mich genöthigt zu leugnen. Allerdings aber“ gebe
ich zu, daß durch Vertrag zwischen beiden Ehegatten ausge-
macht werden kann, daß eine bis dahin in der Gütergemein-
schaft befindliche Sache Sondergut eines von ihnen werden
solle; denn da sogar die ganze Gütergemeinschaft, wie unten
gezeigt werden wird, durch Vertrag aufgehoben werden kann,
so muß das Geringere die Absonderung einzelner Sachen aus
der Gütergemeinschaft auch geschehen können.
3) Endlich erklärt Herr Professor Hasse g. 39. S. 135
§. 41. S. 138, daß es schwierig sey zu bestimmen, wie
die juristische Person, wenn sie durch den Tod eines der Ehe-
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gatten aufgelöst würde, beerbt werden solle, und gesteht, daß
man bei dem Mangel positiver Bestimmungen hier sehr in
Verlegenheit wäre; denn, sagt er, Blutsverwandte habe die
juristische Person nicht. Dennoch aber erben fast nach allen
positiven Bestimmungen die nächsten Blutsverwandten des Ver-
storbenen einen Theil der gemeinschaftlichen Güter. Dies wäre
also, nach jener Ansicht, etwas ganz Zufälliges und Willkühr-
liches. Aber es wäre doch sonderbar, daß im ganzen Norden
und in vielen Gegenden Deutschlands die Rechte gerade das
Erbrecht der Blutsverwandten bestimmen, wenn dies nicht in
der Natur der Sache gelegen hätte, und diese ist nicht schwie-
rig zu erkennen. Wenn man nämlich an die Wichtigkeit der
Familienverbindung denkt, die ich oben angedeutet habe, so
wird es nicht auffallen, daß das Vermögen des verstorbenen
Ehegatten in die Familie zurückkehrt, aus der es zum Theil
herausgezogen worden ist, und für deren Wohlstand es jedes
Mitgliedes Pflicht seyn muß, auch durch Erwerb zu sorgen.
Daß das eheliche Vermögen gänzlich aus aller Verbindung
mit der Familie des Ehegatten käme, und an eine juristische,
eine Gedanken-Person, welche freilich durch Blut mit Nies

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