Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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Weges erbaut ist. Die Aalwehr hat eine Breite von 33 Fuß, 
wovon wohl die Hälfte zur Schleuse abgenommen. werden 
müßte; da über dem Grundwerke das Wasser nur 2 Fuß 
6 Zoll tief ist, so würde diese Stelle wohl bei Erbauung der 
Schleuse ausgetieft werden müssenz. da aber die Strecke so 
sehr kurz .ist, indem gleich hinter den Körben wieder eine 
Wassertiefe von 6 Fuß stattfindet, so braucht dieserhalb nichts 
besonders veranschlagt zu werden. 
Da zwischen den beiden letztgenannten Aalwehren kein 
anderes Gefälle statifindet, als was zum kümmerlichen Fort- 
kommen des Was'ers erforderlich ist, und oberhalb der erstes 
ren (der Güstorfer) derselbe Umstand vorhanden ist, so bedarf 
es an beiden Stellen nur simpler Stauschleusen, denn es ist 
hier ein solcher Nachdrang von Wasser vorhanden, daß vom 
März an bis zum Eintritte des Frostes die Fangschotten so- 
wohl als. die Freischotten den ganzen Tag über aufgezogen 
bleiben müssen, und nur des Nachts, des Aalfangeés. wegen, 
niedergelassen werden; daher man denn wohl sagen könnte, 
daß hier die Schleusen nur des Aalfanges wegen erbaut 
werden, indem sie die Stelle der Freischotten vertreten. um 
mit den Fangschotten zu gleicher Zeit geschlossen werden zu 
können. 
2t er Ab schnitt. 
Die Schiffbarmachung der Swentine von Wahl- 
storf bis Neumühlen am Kieler Hafen. 
Nachdem das Wasser die Wahlstorfer Aalwehr passirt ist, 
geht der Strom gerade aus in den Lanker See.. Der Strom 
aber ist dergestalt mit Reth und Schnittgras bewachsen, daß 
das Wasser sich nur mit großer Schwierigkeit durchdrängen 
kann, und bei starkem Anwachs rückwärts aufstauen muß
	        

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