Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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zurn Durchgang der Schiffe angelegt werden müssen. Vor 
dieser Brücke liegt eine Aalwehr, die Ortskiste genannt, 
welche, so wie die andern Aalwehren, die bei den übrigen 
Abflüssen dieses großen Sees angebracht sind, mit der bei der 
Stadt Ploen liegenden Kornwasssermühle, für königliche Rechs 
nung auf Zeitpacht ausgethan wird. Hier würde nun die 
Frage entstehen, wie viel dem Pächter für diese, ein Schott 
führende Aalwehr, wegen der bei Einrichtung der Canal- 
fahrt noch rückständigen Pachtjahre zu vergüten seyn möchte *), 
Der Lauf dieser Aalwehr ist unterhalb der Brücken, so 
wie der südliche Busen des kleinen Ploener Sees, Mühlen- 
see genannt, stark mit Rohr und Schilf bewachsen, fo daß 
einen ungünstigen Wind zum Laviren bennten könuken. Dabei 
würde der Verkehr dieser Wassercommunication der Stadt 
Ploen bei weitem mehr nnd directer zugeführt werden, als 
bei einer von der Stadt entferntern Durchfahrt, und sollte die 
Uusführung jener anch einige Schwierigkeiten mehr haben, so 
würden diese doch gewiß durch die Vortheile derselben für 
Ploen überwogen werden. 
Außer dem Müller genießt auch hie Stadt Ploen einen oder 
zwei Monate lang im Jahre, irre ich uicht, im Juli und Au- 
gust, den Vortheil der Aalwehren, also auch diese müßten ab- 
funden werden, und dem Vernehmen nach sind darüber gerade 
jezt schon Untersichnngen angestell. Würde aber die Fahrt 
durch die Mühlenau gehen, so würden alle Aalwehren vom 
großen in den kcinen See bleiben können. Dagegen würde 
statt der Wassermühle, die, wie gesagt, häufig kein Wasser 
hat, auf eine der nahe um Ploen herum liegenden Anhöhen, 
ja selbst in Ploen, auf dem Berge am Ausgange der Stadt 
nach Kiel und Lübeck, eine Windmühle erbaut werden müssen. 
Da dies durch die Abnahme des Wassersandes im großen 
Ploener See und durch den Plan, diesen mit dem kleinen See 
g'richzustellen, ohnehin nothwendia geworden wäre, so würden 
die dazu erforderlichen Kosten dem Kanalbau also nicht zur 
Last fallen.
	        

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